Wie kann man eigentlich irgendwelche vermeintlichen Klimabemühungen der Politik ernst nehmen, wenn man ständig die dreckigsten und ineffizientesten Methoden für Transport & Energiegewinnung subventioniert, während sauberere Alternativen im Vergleich dann teuer & unterfinanziert sind?
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Ja, so wie der Industriestrom (5ct statt 31ct, aktueller Einsteigertarif) und Sprit für Flugzeuge (38ct statt 2EUR, Preis für E5-Sprit an der Tanke). Warum bekommen die großen Energieverbraucher und Dreckschleudern Sozialtarife?
Banken konnten auch mit Dienstwagen gerettet werden. Das Geld ist da, die Politik will einfach nur nicht das Geld dafür ordentlichen ÖPNV & Fernverkehr in die Hand nehmen.
Was den auch sonst? Am Ende macht der Pöbel noch Urlaub mit dem Ticket! Der arme Christian weint jedes Mal eine bittere Träne für die Wirtschaft wenn ein solch haltloses Produkt verkauft wird.
Ist ja auch ganz einfach. Auto und die Infrastruktur dahinter ist Gemeingut und Grundrecht, das muss die Gemeinschaft finanzieren. ÖPNV und das Schienennetz ist hingegen ganz klar Privatsache und muss gewinnorientiert arbeiten.
Solche schlagzeilen machen mich echt traurig
Ich glaube wir werden schlicht und einfach verarscht. In nem Zug sitzen 100 Menschen gleichzeitig. Alle 100 Menschen bezahlen dafür, dass der Zug fährt. Und am Ende sollen alle 100 Menschen so viel zahlen wie es kosten würde, dass alle 100 Menschen einzeln mit dem Auto fahren? Die Rechnung KANN nicht aufgehen. Das Geld muss irgendwo anders versickern.
Sowas krankt letztendlich häufig an unseren tollen Landesfürsten. Die Bundesländer sind einfach sehr gut im Jammern, weil die ja sooo arm dran sind und der Bund bitte alles zahlen soll. Dann aber trotzdem bei allem seinen Senf dazugeben wollen. Als ob das Geld nicht da ist.
Dass die Finanzierung "wackelt" war doch schon seit Anfang an klar. Trotz Subventionen ist das Ticket für die Betreiber ein Verlustgeschäft.
Es ist für die Gesellschaft ein Gewinn. Und blöderweise rechnet niemand auf, was für ein krasses Verlustgeschäft das System Auto ist.
Oh, doch, das wird gemacht:
https://www.heise.de/news/Studie-Strassenverkehr-deckt-Kostenbedarf-nur-zu-36-Prozent-6196574.html
Tl;dr: Die direkten Kosten für uns alle betragen 70 Mrd, davon sind satte 18 Mrd (!) Unfallfolgekosten, die von den öffentlichen Sozialkassen getragen werden.
Das sind aber auch nur alles geschätzte Werte, weil der Straßenverkehr in D so intransparent ist, das man Studien braucht um das aufzudröseln.
Das allerschärfste: „Seit 2012 gebe es keine offiziellen Angaben mehr, welche Kosten für Bau, Unterhalt und Betrieb von Kreis- und Kommunalstraßen anfallen.“ 🤡
Klar, ganz normaler move, ich zuck auch immer einfach mit den Schultern wenn das FA fragt wie hoch meine Ausgaben sind.
Da fehlen auch die ganzen Kosten dafür die Straßenbahnen in den Untergrund verbannt zu haben, damit oberirdisch mehr Platz für die Autos blieb (musste man so herum machen, weil Autos unterirdisch eine viel größere Gefahr sind und allein die Luftreinhaltung Unsummen kostet). Wenn man das auf's Auto umgelegt hätte, statt auf die Allgemeinheit und den Fahrpreis für den ÖPNV, dann sähe das noch viel schlechter aus.
Natürlich ist das für die Gesellschaft ein Gewinn. Die Betreiber betreiben aber nicht aus Nächstenliebe, sondern um Gewinn zu machen.
Wenn die mal parallel ihre völlig unübersichtliche restliche Tarifstruktur inklusive aller super spezial apps um derselben Herr zu werden mit abschaffen würden könnten sie sicher noch ein paar Euro sparen.
Plus vielleicht mal paar Verbünde zusammenlegen und restukturieren. Klappt doch in der Wirschaft auch super mit diesen Synergieeffekten...
Dass jeder Verkehrsverbund sich eine eigene App von dieser eticket deutschland gmbh gekauft hat ist so eine verschwendung... Insbesondere weil es ja egal ist bei welchem ich persönlich das Ding jetzt kaufe, ich darf ja in Berlin oder München oder Köln kaufen, vollkommen egal.

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