Ohne solche Strafgebühren bei Verstößen gegen das sogenannte Primärarztsystem gebe es keine Lenkungswirkung, so der Politiker
Bullshit! Das ist keine Lenkungswirkung, das ist einfach eine Gebühr für „Fachpraxis-Priority-Boarding“.
Hier geht’s drum gesetzlich Versicherte von den Fachärzten fernzuhalten.
Wäre das Ganze ernst gemeint, dürften Fachärzte einfach keine Termine ohne Überweisung vergeben. Auch nicht für Privatversicherte. (Ausgenommen Vorsorge- und Folgetermine)
Erst beschwert sich Merz, die Deutschen seien zu oft beim Arzt. Nun, nicht mal eine Woche später, liegt der Vorschlag auf dem Tisch die zu bestrafen, die einen Arztbesuch sparen indem sie direkt zum Facharzt gehen. Man könnte fast meinen es ginge gar nicht um die Lösung von echten Problemen, sondern um Schikane
Es geht darum weniger Geld für Arme (=Normalbürger/Kassenpatienten) auszugeben. Schikanen sind leider ein wirkungsvolles Mittel um die Nutzungswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Nicht nur beim Gang zum Arzt, auch beim Anruf von einer Support Hotline. Das Warten von ca. 2 Stunden am Telefon hat nichts mit der Auslastung zu tun. Es geht darum den Anruf gar nicht erst bedienen zu müssen. Aber keine Sorge, als Privatpatient (bzw. Beamter etc) hat man ja nichts zu befürchten.
Klar, die Fachärzte entlasten wir, indem wir die Hausärzte noch mehr belasten, nur um dann immer noch zum Facharzt gehen zu müssen. Richtig kluger Vorschlag.
Und es gibt wohl statistisch relevante Effekte.
Wenn das Primärarztmodell nicht tatsächlich Kosten einsparen würde, warum wird es dann von den Privatversicherungen mit dem Vorteil von günstigeren Tarifen angeboten?
statt an hautkrebs zu verrecken weil kein verfickter facharzt mir termine anbieten kann verrecke ich an hautkrebs weil ich jemandem 200€ die ich nicht habe in den rachen schieben muss?
sowas radikalisiert, meine lieben cdu'ler. passt's auf :) meine zündschnuz ist am ende
Der Trick an der Sache ist, dass dir der Hausarzt dann sagt, dass du dich doch nicht so sehr stressen sollst. Geh doch einfach spazieren und trink etwas Tee. Und zack, keine Überweisung für den Facharzt.
Es ist halt weiterhin der allergrößte Scheiss und kostet das System am Ende ein Vielfaches von dem was es einsparen soll.
Aber Hauptsache man kann wieder Populismus gegen Randgruppen machen.
Na was für ein Glück das die Union nicht regiert ...... aw shit -.-
wie lange könnte man wohl das Gesundheitssystem wie es aktuell fährt am Leben halten wenn man den Spahnvergleich wagt? Oh warte, der ist ja auch Union... Das ist ja ganz komisch, kann es sein dass Union halt inkompetent im Gesundheitswesen ist?
oh toll - es gibt nichts besseres, als mit einem bekannten, spezifischen Leiden erst noch 1,5 Stunden im Wartezimmer vom Hausarzt (von denen es btw. immer weniger gibt) zu sitzen, dann genau 2 Minuten mit dem Arzt zu sprechen, bevor er sagt "DAS kann ich hier nicht behandeln. Du musst zu xyz. Warum bist du da nicht direkt hin?"
Mal ganz ehrlich - haben die bei der Union wirklich nur noch Lack, mit dem die ihren Kaffee aufsetzen oder wie?
Was ich daran so dumm finde ist, dass mich noch nie im Leben irgendein Facharzt ohne Überweisung vom Hausarzt in die Praxis gelassen hat, außer zur expliziten Akutsprechstunde...
Merkwürdige Gegenrealität, aus der solche Vorschläge kommen.
Kommt glaube durchaus auf den Arzt an. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus gar nicht so unüblich ist, direkt bei einem Facharzt einen Termin zu bekommen.
Den Termin kriegt man, ja - aber in der Praxis wurde ich ohne Überweisung in der Hand auch schon zu meinem Termin wieder weggeschickt oder musste unterschreiben, dass ich die Überweisung innerhalb 1 Woche nachreiche und sonst die Behandlungskosten selber trage, auch wenn ich da schon Patient bin und zu Kontrolluntersuchungen (im neuen Quartal) komme.
Finde sehr wild, dass das offenbar nicht überall so ist?
Hautärzte hier sind reine Privatpraxen. Ich meine ich kann es aus deren Sicht schon nachvollziehen. Aber dass der Gesetzgeber sich um so etwas nicht kümmert ist schon schräg
Lol, hatten wir solche Gebühren nicht schonmal und genaue Zahlen ob so 'ne Idee irgendwas bringt? Also ich vermisse hier irgendwie die Einordnung ob man das gemacht hat, oder aus Böswilligkeit oder Dummheit ignoriert. Außerdem ist zumindest mein "Primärarzt" super überlaufen. Wär ne sichere Sache noch ein paar Wochen länger zu brauchen wenn ich mich da zuerst hinsetzen muss.
Nein, denn diesmal ist die Gebühr viel höher, sodass der Pöbel ähm, die Simulanten endlich nicht mehr den LeIsTuNgStRäGeRn ihre wertvolle Zeit bei Ärzten wegnehmen.
Das ganze macht vorne und hinten keinen Sinn, da sind wir uns einig, keine Sorge. Weil wenn wirklich weniger Kassenpatienten kommen sollten, werden die Ärzte ja nicht auf dem Verlust sitzen bleiben wollen und die Privatpatienten dürfen noch mehr zahlen. Was für ein Gewinn für die!
Soweit ich weiß, verdienen Ärzte sowieso kaum was an Kassenpatienten und viele Fachärzte haben auch überhaupt kein Problem damit, genug Patienten zu bekommen (d.h. in vielen Bereichen gibt es Ärztemangel). Es gibt ja jetzt schon viele Ärzte, die grundsätzlich nur Privatpatienten behandeln.
Kommt wohl auf Lage und Spezialisierung an. Manche sind nahezu ausschließlich GKV ertragen und andere genau anders herum. Und arme Ärzte habe ich noch keine getroffen, also von daher kann die GKV nicht so schlecht bezahlen.
Du musst als Arzt möglich viele verschiedene GKV-Patienten haben, die im Abrechnungszeitraum möglichst einmal kommen. Nicht seltener, aber auch nicht öfters. Denn sonst kannst du für eine Erkältung und ein gebrochenes Bein nur eine Erkältung und den Folgetermin abrechnen. Meine ich zumindest.
Das sorgt natürlich dafür, das nur wenige Ärzte auf dem Land die zahlenmäßig wenigen, aber dafür oft erscheinenden alten Menschen betreuen möchte. Allgemeinmedizin in einer Stadt mit jungem Publikum hingegen...
Also ich kann mich nur an die Praxisgebühr erinnern und da war es 10 bzw am Ende 15 € pro Quartal. Und das hat definitiv nichts gebracht, daher wurde es ja zum Glück dann wieder abgeschafft.
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