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submitted 2 years ago* (last edited 2 years ago) by [M] to c/physik@feddit.org
 
 

Juhu! Unsere kleine Physik-Community zählt jetzt 42 Interessierte!
(42 local subscribers auf der feddit.org Instanz, gesamt sind es sogar schon 2 * 42 Interessierte)

It was so nice, we did it twiceDieser Post wurde bereits 2023 auf feddit.de zu gleichem Anlass veröffentlicht. Unser neues Zuhause feddit.org erwartet hoffentlich ein besseres Schicksal!


Physik und die Zahl 42?

Da gibt es doch eine passende Frage:

Wie groß ist das Verhältnis der fundamentalen Wechselwirkungen Elektromagnetismus und Gravitation bezogen auf zwei Elektronen?

Die Antwort lautet:

4.2 · 10^42^

Auf den ersten Blick perfekt und leider doch daneben. Wäre das Ergebnis 4.2 · 10^43^ gewesen, dann hätten wir den ultimativen Douglas Adams Doppeltreffer, aber so hat sich die Natur letztlich um den Faktor 10 geirrt. Sorry.

Was uns bleibt, ist ein Unterschied von 42 Größenordnungen zwischen zwei Grundkräfte, die mit Elektronen spielen.

Wer mehr über den Popkult rund um die Zahl 42 erfahren möchte, dem empfehle ich den Heise-Artikel Zahlen, bitte! 42 - Douglas Adams' spektaktulär unspektakuläre Anhalter-Antwort.

BerechnungMit folgendem Code kann die Berechnung des Kräfte-Verhältnisses zum Beispiel in Mathematica auf dem Raspi oder in Mathics nachvollzogen werden:

(* Gravitationskonstante *)
gamma = 6.6743 * 10^-11; (* m^3/(kg s^2) *)

(* Elektrische Feldkonstante *)
eps0 = 8.8541878128 * 10^-12; (* (A s)/(V m) *)

(* Coloumb-Konstante *)
kc = 1/(4 * Pi * eps0); (* N m^2 C^-2 *)

(* Elektron *)
me = 9.1093837015 * 10^-31; (* kg *)
qe = -1.602176634 * 10^-19; (* C *)

(* m1, m2, me: Massen *)
(* q1, q2, qe: Elektrische Ladungen *)
(* r1, r2: Räumliche Vektoren *)
Clear[Fg, Fc, m1, m2, q1, q2, r1, r2];

(* Gravitation *)
Fg[m1_, m2_, r1_, r2_] := -gamma * ((m1 * m2) / Abs[r1 - r2]^3) * (r1 - r2);
(* Fg[m1, m2, r1, r2] *)

(* Coloumb-Kraft *)
Fc[q1_, q2_, r1_, r2_] := kc * ((q1 * q2) / Abs[r1 - r2]^3) * (r1 - r2);
(* Fc[q1, q2, r1, r2] *)

(* Verhältnis Coloumb-Kraft zu Gravitation zwischen zwei Elektronen *)
V[q1_, q2_, m1_, m2_] := Fc[q1, q2, r1, r2] / Fg[m1, m2, r1, r2];
(* V[q1, q2, m1, m2] *)
(* V[q1, q1, m1, m1] *)
V[qe, qe, me, me]

AttributionPhoto by Mark König on Unsplash

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submitted 2 years ago* (last edited 1 year ago) by [M] to c/physik@feddit.org
 
 

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submitted 1 week ago* (last edited 1 week ago) by to c/physik@feddit.org
 
 

Bei einem Clip der "Sendung mit der Maus" neulich den "Hydraulischen Widder" wiederentdeckt. Weil mir im Maus-Video etwas die Details fehlen, habe ich kurz recherchiert wo diese Pumpe verständlich genug erklärt wird. Mit dem gelinkten Wikipedia-Eintrag, zusammen mit dem Video, hat es dann endlich "klick" gemacht.
https://youtu.be/HYciQ3p3K8M

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Dauer: 20 min

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Nichtreziproke Wärmestrahlung statt starrer Kopplung

Die Reziprozität sorgt normalerweise dafür, dass Oberflächen aufgenommene Wärmestrahlung mit einer identischen Wellenlänge und in dieselbe Richtung abgeben. Eine Kombination eines magnetooptischen Materials mit dem Phasenwechselmaterial GST ermöglicht es, Wärmestrahlung gezielt zu steuern. In Zukunft könnte ein solches System unter anderem das Wärmemanagement und eine thermische Kommunikation ermöglichen.

Paper: Reconfigurable Giant Nonreciprocity at Near-Normal Incidence via Phase-Change Magneto-Optical Metagratings | PDF | EPUB

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Streckschwingungen der O–H-Bindungen

Volumenwasser ist ein Netzwerk, in dem jedes Molekül ständig Wasserstoffbrücken in alle Richtungen bildet. Nun wurde erstmals experimentell gezeigt, dass die Wasserstoffbrückenbindungen in zweidimensionalem Wasser gestört sind. Dies belegt eine seit Langem etablierte Theorie, laut der Monoschichtwasser chaotische Eigenschaften besitzt.

Paper: Sub-diffractional infrared absorption of two-dimensional water | PDF

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Dauer: 25 min

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Der FCC-ee wäre ein gewaltiges Infrastrukturvorhaben: Bereits 2019 hatte CERN das Konzept vorgestellt – ein ringförmiger Beschleuniger in einem rund 91 km langen Tunnel, rund 200 Meter unter der Erde, mit einem Umfang fast so groß wie das Genfer Becken. Zum Vergleich: Der LHC kommt auf lediglich 27 km Umfang.

Der Grund für die schiere Größe liegt in der Physik: Elektronen und Positronen verlieren beim Durchlaufen von Kurven Energie in Form von Synchrotronstrahlung – je kleiner der Ringradius, desto größer dieser Verlust. Um höhere Kollisionsenergien wirtschaftlich darstellbar zu machen, muss der Ring also zwingend größer werden.

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Ein Dresdner Forschungsteam des Exzellenzclusters ctd.qmat hat ein neues Transportphänomen entdeckt: Leuchtende Quasiteilchen können in Quantenmaterialien von magnetischen Anregungen – sogenannten Spin-Wellen – mitgenommen und sogar ultraschnell beschleunigt werden. Für ihre Entdeckung untersuchten die Forschenden die nur wenige Atomlagen dünnen Kristallschichten des antiferromagnetischen Halbleiters Chromium-Schwefel-Bromid. Mit diesem neuen Quantenphänomen ist die Hoffnung auf neuartige magneto-optische Anwendungen verbunden. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal Nature Nanotechnology veröffentlicht.

Paper: Exciton transport driven by spin excitations in an antiferromagnet | PDF

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Würzburger Physiker bestätigen die KPZ-Gleichung erstmals experimentell für zweidimensionale Oberflächen in einem Quantensystem.

https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/kpz-gleichung/

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submitted 3 months ago* by [M] to c/physik@feddit.org
 
 

Physiker der Universität Würzburg haben die Quantendynamik in zweidimensionalen Schicht von Bornitrid bestimmt. Ihre Erkenntnisse bilden die Basis für künftige Anwendungen in der Quantentechnologie.

Paper: Intermediate excited state relaxation dynamics of boron vacancy spin defects in hexagonal boron nitride | PDF

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Daten des Teilchenbeschleunigers LHC widerlegen vermeintliche Diskrepanz

Doch keine Diskrepanz: Ein für unser physikalisches Standardmodell entscheidendes Elementarteilchen ist offenbar doch nicht schwerer als es sein dürfte. Das belegen neue Analysen von Protonenkollisionen im Teilchenbeschleuniger LHC. Demnach entspricht die Masse des W-Bosons, des Trägerteilchens der schwachen Kernkraft, doch den Vorhersagen des Standardmodells – entgegen einer früheren Messung aus den USA, wie die Physiker in „Nature“ berichten. Ist die Diskrepanz damit endgültig widerlegt?

Paper: High-precision measurement of the W boson mass with the CMS experiment | PDF

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Wie ich finde, ein sehr schönes Experiment.

Alle vier Teile können auf PeerTube geschaut werden:

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Experiment weist Übergang zweier Dichtevarianten bei minus 63 Grad nach

Spannender Fund: Physiker haben ein zuvor unerkanntes Übergangsstadium von unterkühltem Wasser entdeckt – einen unteren kritischen Punkt. Bei minus 63 Grad und einen Druck von rund 1.000 Atmosphären gehen demnach zwei Dichtevarianten von ultrakaltem Wasser ineinander über. Dieser Übergang erzeugt Dichtefluktuationen und könnte auch einige exotische Eigenheiten des Wassers erklären, darunter die Dichteanomalie bei vier Grad [...]

Paper: unfrei, also kein Open Access | Was bedeutet Open Access?

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Neue Messung überprüft Protonenradius und Standardmodell mit zuvor unerreichter Präzision

Überprüfung bestanden: Physiker haben den Radius des Protons mit zuvor unerreichter Präzision gemessen und dabei auch das Standardmodell der Teilchenphysik überprüft. Ihr Resultat bestätigt, dass der Protonenradius kleiner ist als lange gedacht – aber mit dem neuen Referenzwert übereinstimmt. Gleichzeitig testeten die Messungen eines Energieübergangs am Wasserstoff fundamentale Voraussagen der Quantentheorie bis auf 13 Nachkommastellen genau – und bestätigen auch diese, wie das Team in „Nature“ berichtet.

Paper: Sub-part-per-trillion test of the Standard Model with atomic hydrogen | PDF

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Exotisches Ringmolekül besitzt umschaltbare "Korkenzieher"-Topologie der Elektronenorbitale

In sich gewunden: Chemiker haben eine bislang einzigartige Molekülform synthetisiert – ein Ringmolekül mit elektronischer Halb-Möbius-Topologie. Dabei drehen sich die π-Elektronenorbitale pro Windung um 90 Grad und bilden so eine korkenzieherähnliche Struktur. Eine solche Struktur wurde zuvor noch nie synthetisiert oder beobachtet, wie das Team in „Science“ berichtet. Spannend auch: Die Windung und ihre Richtung können reversibel umgeschaltet werden.

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