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[–] 31 points 2 years ago (1 child)

Ideale in der Politik? Wie furchtbar! Dann doch lieber frühvergreiste Amigos wie den Amthor, denen es nur um die eigene Brieftasche geht!

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  • [+] -13 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (3 children)
  • [–] 21 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)

    Homöopathie ist das Thema des Landesverbands BW, nicht das der Grünen Jugend.

    Der Grünen Jugend geht es eher darum, dass [Deutschland] gerade eine Asylpolitik rechts von alten Seehofer-Forderungen mach[t], die Sozialpolitik offenbar in wesentlichen Teilen durch die FDP bestimmt wird und in der Klima- und Umweltpolitik nicht genug voran geht (abgesehen vom Ausbau von Wind/Solar).

    Das 100-Mrd.-€-Sondervermögen der Bundeswehr ist glaube ich auch eher als Vergleichsobjekt zu den Kosten des 9-€-Tickets gewählt. Das ist was anderes als "blinder Pazifismus".

    Und klar, gendern ist bei der Grünen Jugend vielleicht präsenter als in anderen Teilen der Partei, aber war auf Bundesebene auch nicht das Kernthema.

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  • [+] -12 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (2 children)
  • [–] 10 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)

    Homeopatie ist durchweg bei den grünen zuhause. Und das ist einfach geistiger Durchfall.

    Das ist doch völlig irrational, sich jetzt hier auf das Thema Homöopathie zu stürzen. Das ist in dieser Entscheidung des Grüne Jugend-Vorstands für den Austritt einfach 100% irrelevant.


    Abgesehen davon ist Homöopathie auch einfach ein Geschäft. Wenn du mal auf die Herstellerliste schaust -- da gibt es eine gewisse Konzentration im süddeutschen Raum, aber vor allem in einem bestimmten Bundesland. Die damit einhergehende gesellschaftliche Anerkennung und die Tatsache, dass damit Geld verdient wird, heißt fast automatisch, dass es auch politische Fürsprechys gibt. Wenn du mal wieder mit jemandem aus der BW-CDU redest, dann frag doch mal nach dessen/deren Einstellung zu Homöopathie.

    Lauterbach hatte am Donnerstag gesagt: „Die Homöopathie ist eine Leistung, die keinen medizinischen Nutzen [...]“ Von Grünen und CDU war der Plan kritisiert worden. DPA/Apotheke Adhoc, 2024

    Mit Homöopathie gegen multiresistente Keime? Ein Antrag der CSU und Freien Wähler schürt eine Kontroverse, inwieweit mit Homöopathie der Einsatz von Antibiotika verringert werden kann. BR, 2019

    Wie es die Grünen mit der Homöopathie halten, gehört zu den wenigen Fragen, über die in der Partei noch leidenschaftlich gestritten wird. Viele Wähler:innen und Mitglieder der Grünen vertrauen auf Globuli und sehen in den Zuckerkügelchen eine sanfte Alternative zur Schulmedizin. Andere sind mehr als skeptisch – und berufen sich dabei auf zahlreiche Studien, die keine Wirksamkeit homöopathischer Verfahren nachweisen konnten. Taz, 2020

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  • [+] -9 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)
  • [–] 9 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)

    Wenn du das so meinst, hättest du es vielleicht sagen sollen. Stattdessen hast du als Beispielthemen für "Ideale" folgende genannt:

    • Homeopathie -- hier irrelevant, wahrscheinlich auch absolut kein Thema der Grünen Jugend.
    • Gendern -- kein wirklicher Unterschied zwischen Grünen und bisheriger Grüner Jugend vorhanden
    • Pazifismus -- bedingt relevant, aber vermutlich auch nicht der große Austrittsgrund

    Ich habe dir Themen genannt, um die es tatsächlich primär geht: nämlich Klimaschutz, Asyl und Soziales. Und in der Hinsicht Ideale zu haben und diesen zu folgen, finde ich durchaus richtig.

    [Noch hinzugefügt (ich habe zwar schon das obligatorische Runterwähli, aber vielleicht liest du es ja trotzdem noch):

    Klimaschutz, Asyl und Soziales sind drei Themen, wo die Grünen in der aktuellen Koalition gerade bedenklich wenig hinbekommen haben. Bzw. vor allem bei Asyl und Sozialem in eine Richtung mit unterwegs sind, die die Gesellschaft destabilisiert.]

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  • [+] -6 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)
  • [–] 4 points 2 years ago*

    Ja abet um die Themen ging es nicht,

    Warum streust du dann die Themen in die Diskussion? Vor allem eingeleitet mit den Worten "Es geht darum, was für Ideale das sind".

    und jene die nach Realpolitik noch da sind können mit Realpolitik weiter machen,

    Eventuell solltest du den Begriff nachschlagen — das heißt nicht, dass man sich daran orientiert, was in der Realität notwendig ist. Es heißt, dass man kurzfristig Möglichkeiten für Umsetzbares einschätzt und ggf. Werte dabei über Bord wirft.

    Im aktuellen Fall ist Realpolitik bloß Ausrede dafür, dass die Partei weiter nach rechts und weiter in Richtung Großindustrie orientiert wird. Eine FDP mit Solarenergie.

    der rest geht hoffentlich,

    So ein Exodus ist normalerweise ein Problem für Parteien. Irgendjemand muss Bürgys im Büro empfangen, Briefe beantworten, Videos für soziale Medien basteln, Sacharbeit machen, Spenden einwerben, Plakate aufhängen und Flyer verteilen und letztlich muss sie auch noch jemand wählen.

    Ein guter Teil dieser Menschen ist bereits durch das Regierungshandeln nur mäßig motiviert.

    Sozialpolitik ist sowieso ein riesiges Streitthema in jeder Partei.

    Die FDP hat das ganz gut gelöst, oder?

    Und das bei Asyl ganz ganz Großer handlungsbedarf besteht und noch größerer Bestanden hat ist bekannt, das zu verschweigen und das Thema den Nazis zu überlassen ist ein historischer Fehler gewesen ganz klar.

    Das, was gerade passiert, hat mit realitätsbezogener Politik nichts zu tun. Ein Attentat, bei dem drei Menschen getötet werden rechtfertigt weder wirtschaftliche Einschränkungen durch Grenzkontrollen und Gängelung noch die Stigmatisierung von jeder:m mit der falschen Hautfarbe.

    Und die Grünen können noch weniger als die CxU mithalten, wenn es darum geht, wer am meisten Menschen abschieben kann. Da ist absolut nichts zu holen, außer einer Stärkung der Afd und der eigenen kompletten Irrelevanz.

    Die Grünen haben das Thema in der Sachpolitik bisher auch nicht Nazis überlassen: Bisher ging es bei den Grünen aber primär um Menschen und Menschlichkeit und nicht ums Bedienen von rassistischen Stereotypen und Maximierung von Abschiebeflügen.

    Was allerdings stimmt: Medial ist das Thema aktuell Code für "Afd". Jedes Mal, wenn gerade irgendjemand "Abschiebung" sagt, spielt das in Ängste hinein und stärkt die Afd.

    Umgekehrt: Wenn jemand 2021 "Klimawandel" sagte, war das ein Code, der die Grünen gestärkt hat.

    Klimaschutz ist wie bereits gesagt wichtig, aber nicht um jeden Preis wie es die hardcore Idealisten der Grünen wollen, es funktioniert einfach nicht.

    Ich sehe nicht, dass die Menschheit schon irgendwo "radikalen Klimaschutz" probiert hätte.

    Es hätte aber ganz sicher funktioniert, Lützerath einfach nicht abzubaggern. Es hätte ganz sicher funktioniert, kein Überangebot an LNG-Terminals herbeizuführen. Es hätte ganz sicher auch funktioniert, das Klimageld einzuführen (in den vergangenen 3 Jahren hätte Christian Lindner bestimmt selbst dann die IBANs mit Namen verknüpft gekriegt, wenn er das 100% händisch gemacht hätte). [...]

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  • [–] 7 points 2 years ago* (1 child)

    Was stört dich am Entgendern der Grünen?

    Die Grünen sind doch schon seit Jahrzehnten gegen passiven Pazifismus, oder wie meinst du das?

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  • [–] 12 points 2 years ago (1 child)

    Nichtbinäre und Interpersonen mögen das anders sehen...

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  • [–] 8 points 2 years ago (1 child)

    Autistische Enbys können sehr wohl von einer entgenderten Sprache profitieren. Entgenderte Sprache ist noch nicht abgeschlossen, aber jegliche Sprachentwicklung auszuschließen ist ein Kotau vor reaktionären und diskriminierenden Sprachverständnissen (zB der AfD).

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  • [–] 6 points 2 years ago (1 child)

    (Sprachliche) Existenzberechtigung ist nicht utilitaristisch.

    Einfache Sprache schließt Entgendern nicht aus, bestehende Probleme können gelöst werden, aber nur solange a) Nichtbinäre und Interpersonen akzeptiert werden und b) die Entwicklung (Einfacher) Gerechter Sprache in der Gesellschaft offen ausgetragen wird.

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  • [+] -5 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (3 children)
  • [–] 7 points 2 years ago* (last edited 2 years ago) (1 child)

    Die Deutsche Sprache schließt gendern kategorisch aus, da die Sprache eben vom Volk ausgeht und sich dieses ganz grundsätzlich gegen dss gendern ausspricht.

    Und wie gesagt, gendern ist abelism.

    So ein DEUTSCHES VOLK ändert sich aber ständig, die DEUTSCHE Sprache daher auch.

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  • [–] 4 points 2 years ago (1 child)

    da die Sprache eben vom Volk ausgeht

    Hast du mal darüber nachgedacht, was diese Aussage überhaupt bedeutet? Gendern geht eben durchaus vom Volke aus. Oder was denkst du, wer das Gendern in die Welt gesetzt hat? Der Weihnachtsmann?

    Änderung der Sprache findet nun mal in einem anfänglich kleineren Teil des Volkes statt. Das widerspricht nicht der These, dass Veränderung der Sprache vom Volke ausgehe.

    Ebenso heißt eine Ablehnung vom Großteil des Volkes nicht, dass diese Veränderung keine Daseinsberechtigung hätte. Sonst würden sich Sprachen nie mehr wandeln. Sie sind eben kein Gesetz, das irgendwo unveränderbare Regeln hätte.

    Du magst kein Fan vom Gendern sein, bin ich zugegebenermaßen auch nicht wirklich, aber ich denke den Versuch, Sprache inklusiver zu gestalten, wenngleich auch noch nicht auf die beste Art und Weise, sollte man respektieren. Von Ableismus zu sprechen finde ich im Übrigen auch nicht passend, da hier zwei Dinge gegeneinander ausgespielt werden: nämlich eben Ableismus oder sprachliche Exklusion. Und weil Gendern je nach Methode auch nicht zwangsläufig schwieriger zu lesen ist. Am Ende des Tages zwingt uns ja niemand selbst so zu schreiben. Das Ganze muss man wirklich nicht schlecht reden, geschweige davon seine Wahlentscheidungen abhängig machen, insbesondere wenn dieses Thema keine wirklich politische Relevanz hat.

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  • [–] 5 points 2 years ago (1 child)

    Inwiefern benachteiligt? Dass nicht mehr ausschließlich Männer angesprochen werden? Und wie ich schon sagte, je nach Art des Genderns wird die Lesbarkeit nicht großartig beeinflusst, einige Arten des Genderns haben wir ja vielleicht auch noch gar nicht für uns entdeckt. Da also pauschalisierend zu behaupten, Gendern würde immer schwieriger zu lesen sein, halte ich für falsch. Tendenziell werden demnach auch maximal andere Menschen benachteiligt, aber nicht mehr. Dass das generische Maskulinum eben nicht so generisch wahrgenommen wird, wie in der Theorie beabsichtigt, ist kein erfundenes Problem, auch wenn man sich über die Priorität dessen natürlich streiten kann.

    Gendern kommt im Übrigen nicht ursprünglich (nur) von Akademikern, sondern ist in den 60er-Jahren aus dem Feminismus enstanden und hat erst in den 70ern mit der feministischen Linguistik so richtig unter Akademikern Fuß fassen können.

    Grundsätzlich allen Soziologen Realitätsverlust zu unterstellen ist außerdem ziemlich dreist und halte ich auch für ziemlich absurd. Dass Gendern mehr Ablehnung gegen Gleichberechtigung schafft halte ich ebenso eher für falsch, denn Menschen die das für sich behaupten interessieren sich i.d.R. sowieso nicht für Gleichberechtigung.

    Und klar, natürlich bist du Akademiker :D

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  • [–] 4 points 2 years ago (1 child)

    Ah ja. Kolleg:innen ist ja so schwerer als Kollegen / Kolleginnen oder wie?

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  • [–] 2 points 2 years ago*

    Vor meinem inneren Auge ist ein "[zitation benötigt]" hinter jedem dieser Sätze. ;)

    Bearbeitung: Ich finde "Nutzlos, […]. Und nutzen[sic] hat es faktisch keinen" abgesehen davon auch sehr poetisch.

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