Verschiedene Akteure in dieser Debatte agieren rein ideologiegetrieben.
Da gibt es dann keinerlei Interesse an echten Argumenten, schon gar nicht von welchen, die nicht dem eigenen Standpunkt entsprechen.
Es ist argumentativ nicht haltbar Cannabisbesitz mit dem Strafrecht zu verfolgen während Alkoholbesitz völlig legal ist, obwohl es sowohl körperlich als auch psychisch erheblich schädlicher ist.
Diese massiven Grundrechtseingriffe bishin zu Haftstrafen sind offenkundig nicht verhältnismäßig.
Und wenn man etwas in einem Laden kaufen kann geht niemand zu einem Dealer solange der Preisunterschied nicht massiv ist.
Das erscheint eigentlich offensichtlich und ist wie du bereits erwähnt hast auch empirisch belegt.
Aber dann kommen wir eben wieder zu dem Problem, dass zu viele Menschen nicht zuerst die Argumente anschauen und sich dann eine Meinung bilden sondern bereits eine Meinung haben und dann Argumente suchen um diese Meinung zu stützen.
Das gibt es natürlich auf beiden Seiten dieser Debatte, aber irgendwie erscheint es mir hier ein Ungleichgewicht an Argumenten zu geben.
Ich finde das erkennt man sehr gut daran, dass eine Seite mit Daten und Fakten argumentiert und die andere Seite teils nur "Drogen böse" ruft, oft genug mit dem Maßkrug in der Hand.