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[–] 5 points 1 day ago (1 child)

Ich habe meinen Wehrdienst 2007 gemacht...da war die BW, wie ich sie wahrgenommen habe, bereits durchsetzt von problematischen Leuten, insbesondere die Zeitsoldaten.

Dass die sich gegenseitig ständig bescheinigen lupenreine Demokraten zu sein...ist nicht überraschend. Rassistische Witze, und Beleidigungen, Wehrmachtsdevotonalien (bspw. Gemälde von heldenhaften Wehrmachtssoldaten bei unserem Zugführer im Büro usw. usf.), "Die Wehrmacht war eine 1A Armee, die nichts falsch gemacht hat" war so die typische Auseinandersetzung mit dem NS...das war der Alltag.

Ich glaube, das ist nur schlimmer geworden. Kein Wehrdienst mehr, Normalisierung von faschistischem und rassistischem Gedankengut in der gesamten Gesellschaft. Ich vermute der Laden ist nur schlimmer geworden, als ich ihn damals schon wahrgenommen habe.

Das lässt mich auch irgendwie an der aktuellen Aufrüstungslogik zweifeln. Wir bauen der gefährlich nahen AfD Regierung gerade noch eine schlüsselfertige Armee auf, die durchsetzt ist von willfährigen Lakaien, die dann beizeiten von Putin höchstpersönlich kontrolliert werden. Das erschließt sich mir irgendwie nicht, ich hätte gerne funktionale, demokratische Kontrolle, bevor ich denen neue Waffen hinstelle.

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  • [–] [S] 1 point 19 hours ago (2 children)

    Bei mir war es etwas früher, 2002. Und ja, insbesondere die FWDLer mit längerer Dienstdauer und eine Kategorie von Zeitsoldaten waren damals... schwierig. Interessanterweise konnte man damals (zumindest in der Region wo ich tätig war) sagen: Je länger jemand dabei war und je weiter oben in der Nahrungskette derjenige stand um so liberaler und "antifaschistischer" war die jeweilige Person orientiert.

    Ein Beispiel von vielen: Jemand aus meinem Zug wurde in den ersten Wochen der Grundausbildung von einem der Ausbilder wegen seines Migrationshintergrunds aus dem nahen Osten (ich meine es war sogar Afghanistan) rassistisch beleidigt, zufällig bekommt der Kompaniechef das mit, verpasst dem Ausbilder einen massiven Einlauf vor der versammelten Mannschaft und entschuldigt sich beim Beleidigten im Nahmen der BW. Der Ausbilder wurde dann anderen Aufgaben zugeteilt (weitere Konsequenzen habe ich jetzt nicht mitbekommen... aber das hätte man uns Wehrdienstleistenden eh nicht erzählt). Klar, nur eine Anekdote... aber solche Erlebnisse prägen halt schon wie man eine Institution für sich persönlich einordnet.

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  • [–] 1 point 7 hours ago

    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass je "elitärer" eine Einheit ist desto mehr rechtes Gedankengut ist da unterwegs. Und ich bin bei Gebirgsjägern, Panzergrenadieren und Panzerpionieren gewesen.

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  • [–] 2 points 19 hours ago

    Ich selber habe keine BW-Erfahrung, aber von Anekdoten, die ich über die Zeit so mitbekommen habe, scheint der Trend zu sein, dass die Soldaten, die echte Kriegserfahrung haben, weniger zu rassistischer Edgelordigkeit tendieren.

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