Damit verringerst du den Wirkungsgrad. Die Temperaturspreizung in der Turbine ist dafür ausschlaggebend.
Du musst dann noch mehr Brennstoff verbrauchen und noch mehr Wärme abführen. Es gibt wohl prinzipiell auch luftgekühlte Kernreaktoren, ob es dann für die lokale Umwelt und Mikroklima besser ist, statt heißem Wasser oder Dampf heiße Luft zu erzeugen, wage ich zu bezweifeln.
Mal als grobe Abschätzung mit ein paar Standardwerten (Temperatur- und Druckabhängigkeit vernachlässigt)
Wasser hat eine spezifische wärmekapazität von 4,18 kJ/(kgK). Luft hat 1,01. Du brauchst schon mal mindestens 4x soviel Luftmasse. um eine gleiche Menge an Wärme abzutransportieren. Wasser hat eine Dichte von 998 kg/m³. Luft hat eine Dichte von 1,2 kg/m³
D.h. die gleiche Kühlleistung von 1 m³ Wasser kannst du bestenfalls mit 3440 m³ Luft erreichen. Dazu kommen noch so Faktoren, wie dass Luft weniger schnell Wärme aufnehmen kann als Wasser, wodurch sich der Faktor an direkt "gebrauchter" Luft weiter erhöht. 3440 m³ Luft kann man sich als einen Würfel mit 14,6 m Kantenlänge vorstellen. Das wäre ungefähr ein Mietshaus mit drei Etagen und je zwei 100m² Wohnungen pro Etage.
In einem größeren Gebiet laufen Wasser, egal ob als Dampf, oder Einleitung im Fluss, und Luft auf das gleiche hinaus (bei gleichem Wirkungsgrad), weil das Wasser die Wärme wieder an die Umgebung abgibt. Im näheren Umfeld der Anlage wird es aber deutlich mehr Ärger machen.