Ein Gesundheitssystem kann nun mal nicht jedem eine Chefarztbehandlung zukommen lassen (von der Sinnhaftigkeit einmal abgesehen, aber als Beispielleistung). Dafür sind die Kapazitäten schlicht nicht da, nicht jeder behandelnde Arzt ist Chefarzt. Ich stehe es mir allerdings schwierig vor, verbieten zu wollen, diese Leistung dann gegen Zahlung anzubieten. Und während etwas ist, was jedem Menschen zusteht, geht nicht jeder Mensch gleich damit um. Zwangsläufig stellt sich die Frage: inwiefern soll die Solidargemeinschaft Fälle unterstützen, die einfach zum Teil auch selbst herbeigeführt sind? Muss ich als sportlicher, Veganer Nichtraucher wirklich die Kuren derer bezahlen, die so lange hat nichts auf ihre Gesundheit geben, bis sie sie verlässt?
Wenn eine Person dann eine Zusatzversicherung abschließt, um diese Leistungen ggf. abrufen zu können, sehe ich daran nichts verwerfliches; aber die Leistungen eines Gesundheitssystems haben einfach Grenzen, nämlich durch die Leistungen ihrer Versicherten.