Gegenargumente zum Selbstanteil - den ich gut finde:
- Ich zahle jetzt schon nur Geld ein, ohne etwas „sinnvolles“ versichert zu bekommen. Wenn ich dann mal ne vernünftige Brille brauche oder Zahnersatz, muss ich sowieso dazu zahlen. D.h. für mich, der über der Obergrenze liegt, ich zahle 500€ / 6.000€ im Jahr in die Krankenkasse ein und wenn ich was brauche, muss ich sowieso dazu zahlen. Zb Brille 350€.
- Alle Versicherungen die ich kenne und habe, sind unsagbar teuer, wenn man ohne Selbstbehalt nimmt (Haftpflicht, Hausrat, Auto) Das amortisiert sich idR innerhalb von 2 Jahren. Es sei denn man will keine Rücksicht nehmen.
- Ich zahle viel ein - Nettozahler - muss sowieso privat Dazuzahlen, kümmere mich um meine Gesundheit und sehe nicht ein, warum ich Leute mitfinanzieren soll, die überhaupt keinen Anreiz haben, sich mal anzustrengen. Es gibt vermutlich auch wieder die 10% die die Kosten in die Höhe treiben, obwohl das schneller zu beheben wäre. Ich spreche nicht von chronologischen Krankheiten o.ä., sondern Trägheit, Bequemlichkeit, Konsumgeilheit, die zu körperlichen Gebrechen führen. Risikosport würde ich auch dazu zählen.
Ich sehe nicht warum mit einem Selbstbehalt Leute nicht zum Arzt gehen würden. Ich sehe eher, dass einige Leute ein Arzthopping zu teuer kommen würde. Und manch einer seine Lebenshaltung auf Kosten der Allgemeinheit überdenken müsste.