Wobei ich schon finde, dass es einen Unterschied macht, ob man ein gutes Leben für alle mit Gewalt erreichen will oder man "Landesverräter" ins KZ schicken will und sich dabei in übelst menschenverachtender Weise über das reale millionenfache Leid lustig macht.
Aber natürlich sollten wir davon ausgehen, dass Menschen reformierbar sind, erst recht mit 16. Die wichtigste Frage wäre daher in meinen Augen, ob Aiwanger eine glaubwürdige Reformation hingelegt hat. Und da er Politiker ist: nicht nur eine Reformation hin zu "den Inhalt finde ich jetzt auch ekelhaft und menschenverachtend" (Hallo Captain Obvious), sondern auch z.B. zum Umgang mit Fehlern (er sagt bezeichnenderweise nix dazu, warum er die Flugblätter verteilt hat bzw. streitet das sogar ab) und zum Umgang mit politisch Andersdenkenden.
Und ich habe ich jetzt nicht den Eindruck, dass er sich da in ausreichendem Maße geändert hat, wenn er sagt
dass „die schweigende große Mehrheit dieses Landes sich die Demokratie wieder zurückholen muss“ [...] Die Mitte der Gesellschaft werde, so Aiwanger, die „Berliner Chaoten vor sich hertreiben“ (Wikipedia)
Andererseits ist das so oder so antidemokratisch von ihm, egal was er in der Jugend gemacht hat. Es passt aber erschreckend gut zur damaligen Mentatlität.