Was mich noch viel mehr nervt, ist dass das alles in einen Topf geworfen wird. Ich kann gendergerechte Sprache scheußlich finden (vor allem wenn sie mir vom Arbeitgeber oder der Uni diktiert wird), aber es gleichzeitig befürworten, dass queere Menschen ihr Leben ohne Angst und Einschränkungen leben können und wir ihnen als Gesellschaft keine Steine in den Weg legen. Also beispielsweise dass das gruselige Transsexuellengesetz endlich geändert wird.
Leider wird das von vielen Leuten vermengt und speziell in rechten Kreisen immer gleich der Bogen vom Gendern zur "Regenbogenideologie" o.ä. gespannt. Vermutlich um die Angriffsfläche zu vergrößern. Queeren Menschen begegnen die meisten AfD-Wähler im Alltag wahrscheinlich gar nicht (bewusst), aber das Gendern ist präsent und wird von der absoluten Mehrheit als nervig wahrgenommen. Ein gefundenes Fressen für Demagogen, um das als Steigbügel in der Hetze gegen queere Menschen zu nutzen.