Da sind wir uns nicht einig. Sinkende Arbeitnehmerzahlen sind ein deutlich kleineres Problem als sie oft dargestellt werden, weil Boomer nunmal oft auf Posten sitzen, die schon längst wegrationalisiert wären, wenn man sie denn losbekäme. Ganz grundsätzlich bin ich außerdem davon überzeugt, dass ein Arbeitnehmermarkt ein gesünderes wirtschaftliches Umfeld als ein Arbeitgebermarkt ist, denn einerseits wird Arbeit wird dadurch dort alloziert, wo sie ökonomisch den meisten Wert stiftet und andererseits sind Arbeitnehmer nunmal das eigentliche Rückgrat der Wirtschaft. Dass es der Anspruch einer sozial-bewussten Demokratie sein sollte, möglichst viele Menschen in ihrem Einflussbereich besser zu stellen, ist da ein fast schon nebensächlicher Grund, der ebenfalls dafür spricht, den Markt auf die Arbeitnehmerseite zu kippen.
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