Es ist erbärmlich in der Sicherheit zu sitzen und einem Menschen der gerade seine Familie und grausamsten Umständen verloren hat mangelnde Objektivität vorzuwerfen. Wenn du lieber etwas Objektives lesen wilst, lies keine Beiträge von direkt betroffenen Menschen, sondern Analysen von anderen Leuten die mit dem Hintern im Warmen sitzen.
Ich habe auch zu erklären versucht, warum dieser Mensch im Moment vielleicht nicht in der Lage ist die Solidarität die es auch mit den ermordeten Israelis gibt so wahrzunehmen wie sie tatsächlich überall geäussert wird und warum vielleicht die Solidarität geäussert von Linken und queeren Menschen, eine Gruppe zu der er sich gehörig fühlt und von der er sich mehr Unterstützung erhofft hat, bei ihm weniger ankommt als sie existiert, weil man als Mensch, vergraben im Schmerz das nicht sehen kann und aus "ist nicht 100% nur auf meiner Seite sondern erkennt auch das Leid der anderen" schnell ein "ist nicht auf meiner Seite und sieht mein Leid garnicht" wird. Ich denke dass es nicht darum geht dass sein Leid wichtiger ist, er will in seinem Leid gesehen und unterstützt werden.
Das ist menschlich, aber vielleicht sind Menschen ja in ihrer Unvollkommenheit für dich grundsätzlich erbärmlich. Fühl dich frei mich auch so zu nennen, weil ich nämlich jetzt das Internet ausmache, alles Leid der Welt ignoriere und mich in meinem Leid, einer seit 10 Tagen wütenden Grippe, suhle und jeden den ich kenne volljammere und das ist ja nun wirklich Nichts gegen das was diese Person und seine Familie oder andere z.B. Palästinenser erlebt haben und noch erleben.