Andererseits hätte sie nicht weniger gearbeitet, wenn sie dafür nur 1 Mrd bekommen hätte. Also kein Grund nicht auch da die Steuern zu erhöhen
Es geht aber nicht darum wie hart sie gearbeitet hätte, sondern darum wie viele Menschen für sie arbeiten würden.
Alleinstellungsmerkmal des Kapitalismus ist nicht, dass Menschen, die bessere Arbeiter sind mehr Geld bekommen. Das kann man genauso gut in einer Planwirtschaft abbilden. Die wichtige Idee ist, dass die Kontrolle über Unternehmen bei denjenigen liegt, die sie gegründet oder in sie investiert haben. Die Annahme ist, dass das Geld dann bei denen landet, die es am besten vermehren können, was wiederrum die Gesamtwohlfahrt (≈ BIP) maximiert.
Wenn wir es mit Besitzgrenzen verhindern, dass Unternehmer:innen die Kontrolle über sehr erfolgeiche Unternehmen wie BioNTech behalten, wäre das mit ziemlicher Sicherheit ein Verlustgeschäft für alle. Es gibt nun einmal wenige Menschen, die besser geeignet sind den Kampf gegen den Krebs zu führen als Frau Türeci und Herrn Şahin.
Was man machen kann und sollte ist Milliardäre extrem besteuern, wenn sie ihr Geld aus ihren Unternehmen ziehen (auch indirekt über Kredite) und für ihren Lebenswandel einsetzen. Ob sich ein Milliadär für €500M eine 200m Yacht oder wegen einer 75% Einkommenssteuer nur eine 100m Yacht leisten kann, würde nämlich wirklich nichts am Arbeitseinsatz des Milliardärs und seinen unternehmerischen Entscheidungen ändern.