Gäbe es noch Pommes im Bordbistro der Bahn ohne die "EU-F-Gase-Verordnung 2024/573"? Zumindest hat dieses Gesetz zur Verminderung der fluorierten Treibhausgase dazu beigetragen.

Diese klimaschädlichen Gase finden sich nicht in den Pommes - aber in den Gefrierschränken der Bordbistros. Dort wurden die Pommes gelagert, die als Tiefkühl-Pack geliefert werden. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Bahn verzichtet darauf. Der Gesetzgeber hat sie praktisch zum Handeln gezwungen.

Ah, Markt regelt!

Aber Moment mal, wurden ozonabbauende Substanzen nicht 1989 - vor 37 Jahren ! - durch das Montreal-Abkommen verboten - und wurden nicht längst andere Kühlgase eingeführt?

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[–] 1 point 1 month ago (1 child)

ja ich habe jetzt die letzten 48 stunden damit verbracht das thema sehr intensiv zu recherchieren.

insgesamt kann man sagen, sehr interessante technologie, aber praktisch schwierig. der grund ist hauptsächlich der geringe wirkungsgrad. denn die technisch einfachste ausführung einer thermoelektrischen wärmepumpe mit zwei typischen metallen hätte gerade einmal 3% des wirkungsgrades der idealen carnot-maschine. im vergleich dazu haben heutige gaskompressor-wärmepumpen etwa 30% wirkungsgrad. zwar gibt es neue materialien (bismut-tellur etc.) die den wirkungsgrad auf etwa 15% heben, aber diese metalle sind in der erdkruste selten, d.h. wenn man das hochskaliert hat man ähnliche probleme wie mit den lithium-akkus ... zu wenig lithium. (und der wirkungsgrad liegt immer noch unter gaskompressor-wärmepumpe)

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  • [–] 1 point 1 month ago (2 children)

    Interessant. Wenn das stimmt, was du sagst, kannst du dir erklären, wieso das Fraunhofer Institut und andere Quellen, die dann als Effizienzwunder anpreisen? Bei deiner Recherche klingt das ja wenig vielversprechend.

    Heutige Wärmepumpen erreichen technologiebedingt nur etwa 50 Prozent des physikalischen Carnot-Limits – dem größten theoretisch möglichen Wirkungsgrad bei der Umwandlung von thermischer Energie in mechanische Energie. Elektrokalorische Wärmepumpe können theoretisch 85 Prozent schaffen. Doch wie effizient diese letztendlich sind, hängt zum großen Teil vom Wirkungsgrad der integrierten Leistungselektronik ab.

    https://www.elektronikpraxis.de/festkoerper-waermepumpe-dcdc-wandler-mit-9974-wirkungsgrad-a-bf49ed20c8457d9a060ec60194ffe96c/

    Simulationen ergaben, dass die Effizienz elektrokalorischer Wärmepumpen bereits mit den heutigen Materialien ähnlich hoch ist wie die Effizienz von Kompressorsystemen.

    https://www.energie-experten.org/news/elektrokalorik-waermepumpen-ohne-kompressor-bald-serienreif

    Primärquelle all dieser Artikel scheint aber dieses ElKaWe-Projekt bei Fraunhofer zu sein.

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  • [–] 1 point 1 month ago (1 child)

    Festkörper-Wärmepumpe: DC/DC-Wandler mit 99,74 % Wirkungsgrad

    Also beim ersten Artikel sagt schon einmal die Überschrift dass es hier nicht um die effizienz der wärmepumpe geht, sondern um die effizienz eines DC/DC wandlers. Was quasi nur die Stromversorgung zur Wärmepumpe ist.

    der zweite link lädt bei mir nicht

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  • [–] 1 point 1 month ago* (1 child)

    https://www.ipm.fraunhofer.de/content/dam/ipm/de/PDFs/Pressemitteilung/2025/PI-ElKaWe-Elektrokalorische-Waermepumpen-projektabschluss.pdf

    Wie funktioniert eine elektrokalorische Wärmepumpe? Legt man ein elektrisches Feld an elektrokalorische Materialien an, so richten sich die elektrischen Dipolmomente im Feld aus – diese zusätzliche Ordnung geht nach Geset- zen der Thermodynamik einher mit einer Erwärmung des Materials. Die entstehende Wärme wird über eine Wärmesenke abgeführt, sodass das Material wieder auf die Ausgangstemperatur abkühlt. Wird nun das elektrische Feld entfernt, so verringert sich die Ordnung und das Material kühlt ab – ebenfalls den Gesetzen der Thermodynamik folgend. Jetzt kann es thermische Energie aus einer Wärmequelle aufnehmen. Der Effekt ist reversibel. So kann ein Zyklus aufgebaut werden, der als effiziente Wärme- pumpe zum Kühlen oder Heizen funktioniert.

    Warte mal. Ich sehe da gerade dass das etwas ganz anderes ist als das was ich recherchiert habe. Ich habe das Thema Thermoelektrizität gelesen, das auf dem Seebeck/Peltier-Effekt beruht.

    Dabei fließt ein Gleichstrom durch zwei verschiedene Metalle (mit unterschiedlichen Seebeck-Koeffizienten) sodass beim übergang Wärme aufgenommen/abgegeben wird.

    Das was das ElKaWe projekt macht ist was komplett anderes. die verwenden wechselstrom, um scheinbar einen kristall schnell abzukühlen/erhitzen, und dann die wärme/kälte des kristalls abwechselnd in zwei verschiedene richtungen abzutransportieren. das ist was ganz was anderes.

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  • [–] 1 point 1 month ago* (last edited 1 month ago)

    Ah, das erklärt es. Peltierelemente kenne ich zumindest auch als extrem ineffiziente Technologie, die zu kaum etwas ernsthaft zu gebrauchen ist. Die sind oft in diesen billigen USB-Dosenkühlern verbaut, aber selbst dort funktionieren die eher schlecht als recht (trotz hohem Stromverbrauch).

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