Das hat aber mehr mit den Bedingungen im Altersheim zu tun und damit, ob da ein "gutes" Leben ermöglicht wird als mit der Frage, ob die jeweilige ältere Person "wertvolles" oder "unwertes" Leben darstellt.
Das ist aber nicht die Frage - und wiederum genau mein Punkt. Es gibt eine sehr offene Frage und du unterstellst, dass deine Interpretation davon die einzig mögliche ist. Das geht aber nicht.
Menschen verwenden Ethik leider höchst selektiv und oftmals dient Ethik nur der Rationalisierung. Insofern halte ich es für wichtig, eine humanistische Grundethik zu propagieren, mit der sich solches Denken/Handeln nicht rationalisieren lassen. Denn sonst lässt sich diese Sorte geistige Verfehlung überhaupt nicht bekämpfen.
Und hier fast der gleiche Punkt. Du verwechselst normativ und deskriptiv. Normativ magst du Recht haben, aber deskriptiv ist deine Aussage halt nutzlos.
Zusammengefasst möchtest du offensichtlich, dass die Menschen die Fragen so beantworten, wie ein guter Mensch in einer perfekten Welt es tun würde. Jetzt sind aber nicht alle Menschen gut und die Welt ist weit von Perfektion entfernt.