Ich war so froh, dass ich jetzt eine Gelegenheit und den Anstoss hatte das Buch nochmals zu lesen. Ich mag Becky Chambers Stil und Charaktere, und ich finde das Worldbuilding sehr gelungen. Meine liebste Stelle im Buch ist die, wo der Roboter Dex erklärt dass dey einfach existieren darf, ohne dass es einen höheren Sinn oder Zweck haben muss. Und ich finde einfach die Welt so toll (die wird im zweiten Teil noch mehr beschrieben, der ist auch sehr empfehlenswert).

Wie hat es euch gefallen bzw gefällt es euch? Macht es euch Hoffnung, zu lesen dass ein Zusammenleben auf diese Art und Weise möglich bzw. vorstellbar ist?

 

Ich habe Automatic Noodle sehr gern angehört (ich hatte das Hörbuch), ich fand es dafür was es sein möchte, also eine cozy Geschichte, wirklich gut und gut geschrieben. Die Charaktere waren super und ich fand es auch gut, wie sie aufgebaut und nach und nach mehr Hintergrund bekommen haben. In der Story ansich hat mir teilweise allerdings ein bisschen Tiefe gefehlt. Wie schnell und einfach Probleme gelöst wurden hat sich für mich manchmal etwas konstruiert angefühlt, was mir in anderen cozy Geschichten weniger so ging. Und ich hätte noch gern etwas mehr über die Welt erfahren, ich fand es manchmal etwas verwirrend. Ich würde das Buch aber trotzdem weiterempfehlen.

Aus der Hopepunk Perspektive fand ich das Community Building sehr schön, ich sehe auch sehr viele Parallelen von dem wie die Roboter behandelt werden dazu wie marginalisierte Menschen oft behandelt werden.

[–] 1 point 1 month ago

Wurde nicht sogar irgendwo im Buch erwähnt, dass es verschiedene Abstufungen von künstlicher Intelligenz gibt, und diese Rechte aber nur für HEEI gelten? Und dass der Roboter der das dachte (ich glaube es war staybehind, bin aber nicht mehr sicher) fand, eigentlich sollten diese Rechte auch für die „weniger intelligenten“ Roboter gelten? Ich glaube das rachsüchtige Sicherheitssystem war zum Beispiel eine künstliche Intelligenz auf einer anderen Stufe als HEEI

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  • [–] 3 points 1 month ago

    Danke für die schöne Review! Das mit dem aktiv werden finde ich einen guten Gedanken, Freude teilen und Raum schaffen und etwas machen dass einen begeistert und dann ziehen vielleicht andere Menschen auch mit (so wie hier ja auch irgendwie!)

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    Ich habe auch eine Gruppe erstellt, im Moment können allerdings nur Menschen mit Bookwyrm-Accounts auf der gleichen Instanz da Mitglied werden. Aber wenn ihr das möchtet füge ich euch natürlich hinzu :) Habt ihr Einwände, die Liste in der Beschreibung zu verlinken?

    Ich dachte es wäre auch noch spannend, eine (öffentliche?) Liste für Vorschläge zu haben, damit wir vergangene Vorschläge nicht immer in den Kommentaren suchen müssen. Da ist das Erstellen aber natürlich auch mehr Aufwand also mal schauen ob und wann ich dafür Kapazität habe 🙃

    [–] 4 points 2 months ago (1 child)

    Libby sagt dass ich voraussichtlich 4 Wochen auf das Exemplar warten muss, also vielleicht nicht ganz. Aber vielleicht kaufe ich das Buch auch einfach

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  • Buchvorschlag (www.penguin.de)
     

    Ich bin letztens über das Buch The Great Transition von Nick Fuller Googins gestolpert, und fand es klang interessant und auch nach etwas das hier reinpassen könnte. Auf Deutsch heisst es Der Plan zur Rettung der Welt. Es hat allerdings 448 Seiten, wäre also wieder ein etwas umfangreicheres Buch.

    Die Beschreibung:

    Nach gewaltigen Katastrophen ist die Menschheit seit 15 Jahren klimaneutral. Der Weg dahin war hart: zahllose Tierarten sind ausgestorben, die menschlichen Opfer gehen in die Millionen. Emi kennt diese Zeit nur aus den Erzählungen ihrer Eltern, die als freiwillige Helfer Übermenschliches geleistet haben. Als bei den großen Paraden zu ihren Ehren auf der ganzen Welt Bombenattentate auf Politiker verübt werden, kommen Emi und ihr Vater Larch nur knapp mit dem Leben davon. Kurz darauf steht die Polizei vor ihrer Tür: Emis Mutter Kristina soll für den Anschlag verantwortlich sein. Emi und Larch machen sich auf die Suche nach ihr – eine Reise, die sie von Grönland nach New York und weiter über eine neue, fremde, grüne Welt führen wird …

     

    Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen, ich konnte fast nicht mehr aufhören. Also ich fand es insgesamt sehr gelungen.

    Man merkt ihm natürlich an, dass es YA ist, ich finde aber wie es schafft schwierige Themen abhandelt behandelt und in unkomplizierter Sprache verständlich macht ist echt super. Die Geschichte wirkt trotz der relativen Klarheit überhaupt nicht platt und die Charaktere sind sehr vielseitig und haben Tiefgang.

    Ich fand die Frage interessant, dass auch eine Utopie kein unveränderlicher Zustand ist, sondern durch konstante Arbeit und Weiterentwicklung bestehen bleibt. Ich finde, das hat auch einiges an Relevanz für aktuelle Fragen, z.B die Demokratie etc. (nicht dass daran viel utopisch wäre, leider, aber dass man etwas Gutes halt immer weiter entwickeln und dafür arbeiten muss und seine Überzeugungen hinterfragen sollte etc).

    Ich fand etwas überraschend, dass es diese biblischen Anspielungen gab, darauf wo PET herkommt und dass es bzw seine Art schon bei der Revolution eine Rolle gespielt haben. Das hat mich auch etwas gestört, weil ich es schade fand dass es für die Revolution dann quasi göttliche Unterstützung brauchte.

    [–] 3 points 4 months ago (1 child)

    Spannend das mit der Symbiose! Hatte ich noch gar nicht so drüber nachgedacht, aber ich finde es einen guten Punkt. Und ich hatte die Kapitänsperson immer als männlich gelesen, aber vielleicht habe ich da was überhört/überlesen (hab das Buch vor längerer Zeit gelesen und jetzt nochmal als Hörbuch gehört), oder vielleicht wird das Geschlecht auch gar nicht erwähnt? Bei der Geschichte hab ich immer sofort Lust bekommen bei so einer forschungsmission mitzumachen, leider fehlen mir dazu die Qualifikationen 🥲

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    Ich habe den ersten Teil fertig, und lese jetzt gerade noch nach und nach den letzten Teil.

    Ich bin noch unsicher, was ich darüber denke. Ich finde auf jeden Fall wahnsinnig bewundernswert, sich auf diese Art eine Welt auszudenken. Wenn ich nicht wüsste, dass es fiktional ist, würde ich das sofort glauben. Es würde mich sehr interessieren, wie die Entwicklung zwischen jetzt und dieser Zukunft ausgesehen hat.

    Das Buch ist nicht leicht zu lesen finde ich, jedes Mal wenn ich dran bin bin ich begeistert aber ich muss wirklich ruhig und konzentriert sein um reinzukommen. Ich mag aber die verschiedenen Stile, die Sammlung aus verschiedenen Geschichten und Erzählungen und Gedichten.

    Ich weiss nicht, ob ich in der Welt im Tal leben wollen würde, aber es macht mir Hoffnung dass diese Art zu leben mir so realistisch vorkommt. Ich habe den Eindruck, Ursula Le Guin versteht einfach sehr viel davon wie Menschen ticken und schafft es das in ihren Büchern weiterzuspinnen. Und ich finde den Gedanken spannend, eine Archäologie der Zukunft zu betreiben, also zu überlegen, wie wir in Zukunft zurückschauen.

    Erzählstein (feddit.org)
     

    Ich hab’s heute endlich geschafft weiterzulesen! Das mit dem gemeinsamen Lese-Event hat sehr geholfen. Ich habe beschlossen, das Buch ist keins was ich einfach von vorne bis hinten durchlesen möchte, und habe ein bisschen im Anhang geschmökert und dann die Geschichte von Erzählstein fertig gelesen. Ich finde es auch zeitweise verwirrend, aber es gefällt mir gerade mich so in die Welt hineinziehen zu lassen. Und die Weisheiten, die Erzählstein in ihrer teilweise etwas kindlichen Sprache so treffend auf den Punkt bringt haben mich oft berührt.

    Leichte Spoiler, aber vor allem eher philosophische Gedanken

    Ich finde es spannend, wie die Diskussion aufgemacht wird ob die Art von Menschen die nicht friedlich zusammenleben können und immer grösser und weiter wollen durch Evolution irgendwann einfach ausgestorben sind, oder ob Menschen das lernen können. Sind wir einfach so, oder könnten wir unsere jetzige Welt retten indem wir lernen anders mit unserer Umwelt zusammenzuleben?

    Könnten die Kondormenschen lernen, ihr hierarchisches Denken und die Verachtung für alles andere hinter sich zu lassen und zu lernen, bzw. ihre eigene Lebensweise zu finden die weniger zerstörerisch ist? Der Vater von Erzählstein scheint es ja nicht zu können, weil die Vorstellung davon einfach zu weit weg ist und nicht einmal in seinen Möglichkeiten auftaucht.

    Und wenn ich mir vorstelle, in der Welt von Erzählstein zu leben, vermisse ich sehr die Neugier. Ich finde es zutiefst menschlich, verstehen zu wollen wie Dinge zusammenhängen und warum sie so sind wie sie sind. Ich bin unsicher, ob das kulturell geprägt ist, oder wirklich einfach eine menschliche Eigenschaft? Und ist diese Neugier gesellschaftlich gesehen dann ein Problem, oder nur dann wenn sie in Ausbeutung und Gier mündet? Oder hängt das eine vielleicht mit dem anderen zusammen?

    Lesemotivation (feddit.org)
     

    Ich finde es gerade gar nicht so leicht, bei „Immer nach Hause“ weiterzulesen. Wie bleibt ihr motiviert? Was sind eure Strategien, um reinzukommen?

    Ich glaube, ich habe immer das Gefühl ich bräuchte jetzt extra viel Zeit dafür und eine gewisse Ruhe und Vorbereitung und die habe ich gerade nicht so 😅 wie geht’s euch damit?

    Ich kann mal eins teilen: in meiner Stadt gibt es etwas, das sich „silent reading rave“ nennt, da treffen sich Menschen in einem Café oder einer Bücherei und lesen einfach zwei Stunden zusammen, aber alle für sich. Da werde ich wohl wieder hingehen und hoffen dass ich mich dort dann endlich auf das Buch konzentrieren kann 🙃

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