Achsooo wir sollen einfach mal nicht in Neubauten umziehen! Als ob das so eine Wahlfreiheit wäre. Jetzt mit K1 müssen wir uns langfristige Gedanken machen. Alles mit 4 Zimmern und mehr, das uns bislang angeboten wurde / wir gefunden haben sind mit Wohnberechtigungsschein, in Lagen wo wir noch echt überlegen müssen das zu wollen oder so teuer, das sich mieten für uns nicht mehr lohnt. Nachhaltigkeit als Auswahlkriterum impliziert doch erstmal Auswahl haben
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Puh, was will man zu solch einem Artikel sagen. Sicherlich bin ich da befangen (weil selber Kinder habend), aber Familien gehören zu DEN gearschten Gruppen. Sei es aus finanzieller Sicht, Beruf und Betreuung irgendwie unter einen Hut zu bekommen, allgemeinem Kinder-Begleitungswahnsinn oder ein anderes der vielen Themen, die mehr oder weniger exklusiv auf diese, tatsächlich recht kleine, Gruppe von Menschen zukommen. Ohnehin hat man sich entschieden, Kinder in diese Krisenzeit zu setzen. Manch einer Familie sind die Gefahren der Klimakrise bestimmt auch anders bewusst, betreffen die Folgen ja ihren eigenen Nachwuchs ganz gewaltig.
Eigentlich setzt sich hier die Geschichte fort, in welcher der Schutz des Klimas aufs individuum abgewälzt wird. In diesem Fall aber auf eine ohnehin schon sehr vulnerable Gruppe. Eigentlich müsste in solchen Artikeln immer der Disclaimer mit drunterstehen, wer oder was in Realität die wirklichen Hebel für den Klimaschutz bedienen könnte. Dadurch würden sich die Tipps aus den Artikeln selbst relativieren und die Möglichkeiten der "kleinen Leute" wären wurscht.
Rant Ende... Oder so. Ich kann solche Artikel, in ihren unterschiedlichen Farben, einfach nicht mehr sehen.
Schön das der größte Hebel die Infrastruktur ist. Alle etwas, worauf Eltern nur bedingt Einfluss haben. Infrastruktur ist besser in größeren Siedlungseinheiten. Da kostet aber Wohnen mehr. Potential zur Nachhaltigkeit hängt also im Prinzip wieder an der Ökonomie des Elternhauses. Alle diese tollen Tipps bis auf die Windeln können Nicht-Eltern genauso umsetzen.
Und vor allem: als Mensch mit Kindern kann ich nicht mehr hören, was wir noch alles tun sollen, wenn der Staat alles versucht das Elterndasein madig zu machen.
Kitaplätze werden teurer, Teilzeit sollen wir nicht arbeiten (dabei kosten einige der Maßnahmen halt vor allem Zeit). Im Falle von Alleinerziehenden werden höhnische Maßnahmen beschlossen. Ein Gehalt reicht kaum aus für eine Familie, der Wohnraum wird unbezahlbar in Städten und für alle deren Infrastruktur mit ÖPNV nicht gut ist, kostet der Sprit ein halbes Vermögen.
Klar trifft das Wohnargument alle. Aber Familien aufgrund oft eingeschränkter Lohntätigkeit halt härter.
Ich bin selbst Vater, mich betrifft das allerdings recht wenig, habe aber halt auch Glück gehabt, dass wir in einem kleinen Ort zumindest Grundschule und Kita fußläufig haben und die weiterführenden Schulen (im Gegensatz zur sonstigen Anbindung) ganz gut ist.
Wer will denn bitte ernsthaft für Stoffwindeln argumentieren? Der Zeitaufwand alleine dafür macht jede Berufstätigkeit mit kleinen Kindern komplett unmöglich.
Wir haben unser erstes Kind mit Stoffwindeln gewickelt (beide ein Jahr zuhause), aber nur die ersten 1 1/2 Jahre, dann kam das zweite und uns war alles egal, Hauptsache Zeit sparen 🫠
Ich frag jetzt mal als kompletter Außenstehender weil ich hab
A: Keine Kinder und B: Bei der aktuellen Politik, mit CDU zur Tendenz für AFD plane ich da auch nichts dran ändern zu wollen.
Interessiert es mich jetzt einfach mal was spart man denn da so? Wenn überhaupt. Weil bei mir ist es so ich hab Nachbarn, die haben Freunde, die mussten zwei deren Kinder an Pflegeeltern abgeben und meine Nachbarn und natürlich auch die Freunde haben sich da voll aufgeregt: Das sind so voll die Ökos, Die holen sich so Mehrwegwindeln und ziehen das den Kindern an. Wer tut sowas einem Kind an? Kann das Jugendamt da die nicht Rausholen?
Naja meine Nachbarn sollten mal ruhig sein, die haben 5 Hunde und kommen nicht so wirklich hinterher die Stubenrein zu bekommen. Es ist auch über das Halbe Jahr richtig Eskaliert, von 2 Hunden eben auf 5 Hunde hoch und beim 5. Hund frag ich mich: Warum erst einen Hund aus Rumänien holen für den Bruder doch der muss zuvor erstmal abklären, ob sein Vermieter es erlaubt? Spoiler tut er nicht jetzt haben die den 5. Hund für sich und wissen nicht wem sie den in die Hand drücken können.
Geldersparnis gibt es tatsächlich garnicht so wirklich, weil die eigentlichen Anschaffungskosten deutlich höher liegen als Einwegwindeln.
Bevor es die gab wurden die Kinder auch mit Stoffwindeln gewechselt, der Ansatz bei uns ist eher, dass das Kind lernt seinen Körper zu verstehen und Pipi oder Kacke in die Hose zu machen und es dann stinkt und unangenehm ist. Die aktuellen Einwegwindeln sind so bequem, da können die rein machen und noch drei Stunden weiter spielen ohne das sie von sich aus finden, dass die Kacke raus gemacht werden muss und man sie vorher aus dem Spiel nehmen muss und sie das dann doof finden.
Ist natürlich jetzt vermutlich Zufall, aber unser erstes Kind (Stoffwindel bis 1) ist mit 1 1/2 selbst aufs Töpfchen / Toilette gegangen um zu kacken, und war ab 3 mit eigener Entscheidung komplett windelfrei ("Wenn ich Geburtstag habe kann die Windel weg"), sogar nachts.
Unser zweites Kind (Einwegwindel seit Anfang an) ist 3 1/2 und trägt immer noch Windel für beides 🫠 Und klar, hier spielt natürlich auch rein, dass man für das zweite Kind weniger Zeit und Geduld hat als für das erste.
Das zu unseren Beweggründen, nicht Müll, nicht Zeit, nicht mal Kosten, sondern : Besser für das Körperempfinden.
Respekt für den Idealismus! Beide ein Jahr Zuhause hört sich super cool an. Ist aber auch ein großes Privileg wenn man sich das leisten kann.
Ich finde nicht dass es sehr zeitaufwändig ist. Wir haben zwei Firmen ausprobiert und sind jetzt mit der bambino mio sehr zufrieden.
Mit einkaufen gehen und 100 mal zur Restmülltonne laufen kommst du wahrscheinlich bei der gleichen Zeit raus wie bei einmal die Woche Wäsche waschen und aufhängen.
Wir haben auch bambino mio, die sind super. Wir waschen alle zwei Tage - muss man aber mit Kleinkind eh. 🤷♂️
Einmal die Woche waschen? Und so lange gären die dann im Windeleimer vor sich hin? Ich denke mindestens einmal grob auswachsen muss man doch jedes Mal sofort nach dem Wechseln machen oder nicht? Ansonsten nehmen doch die Fliegen und der Jauchegeruch überhand.
Wir haben eine kleine Kammer, da hängt ein Windelsack drin. Die Windeln kommen oben rein und den tut man zum waschen in die Maschine und macht unten den Reißverschluss auf. Das wars.
In der Kammer stört der Geruch nicht und das gröbste kommt mit dem Windelfließ(vom dm) raus. Das ist wir festeres, breiteres Klopapier.
Wir machen das aber nicht mit zwang. Im Urlaub und nachts nehmen wir meistens Einwegwindeln weil die das Pippi komplett aufsaugen.
Ich sag es mal so, ich kenne Eltern, die das durchgezogen haben.
Meine persönliche Meinung: Masochismis ist heilbar.
Wir haben es beim ersten Kind auch probiert, beim zweiten nicht mehr.
Was ich mich dabei aber schon öfter gefragt habe: Warum gibt es keine „Hybridwindel“? Wenn man eine langlebige, (ab-)waschbare Außenwindel mit einem saugfähigen, mehrlagigen Wegschmeiß-Innenteil per Klettverschluss oder so verbinden würde, dann ließe sich doch sicherlich einiges an Material/Müll sparen, oder nicht?
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