Das ist leider das Problem aller dieser "Werkzeuge": In dem Moment, wo sie anfangen zu wirken, wo das unerwünschte Verhalten dann deutlich teurer wird und anfängt weh zu tun, wo dann die erwünschten Alternativen preislich im Vorteil sind, da kommt dann die Politik an und hört auf die Lobby, so dass genau diese erwünschten und eingeplanten Schmerzpunkte abgeschafft werden.
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Warum nicht gleich bleiben lassen? Wir einigen uns einfach darauf keine Kinder mehr zu bekommen und genießen noch ein paar Jahrzehnte des Übermaßes bevor wir alle einfach gehen und den Planeten in Ruhe lassen...
Wie man den Leuten so erklären will, dass sie doch bitte langfristig denken sollen und Lösungen wie Wärmepumpen oder E-Autos ihnen langfristig Geld sparen weiß auch keiner. Am Ende bekommen die Diesel Dieter und Gas Gerds doch immer Recht, wenn ihre schlechten Entscheidungen keine Konsequenzen haben
Also haben wir einen Zertifikathandel, bis der Markt regelt, dann verhindern wir, dass er das tut, was er tun soll, nämlich fossiles heizen finanziell unattraktiv machen?
Wenn man keine Preissprünge will, ist die Bepreisung über limitierte Zertifikate falsch.
Der Grund ist, dass die Preiselastizität bei Energie sehr gering ist. Ein limitiertes Angebot führt notwendigerweise zu rapiden Preissprüngen. Das ist auch nicht neu, sondern weit bekannt seit dem Ölschock 1974. Und es spielt überhaupt keine Rolle, ob das Öl / Gas / whatever ein knappes Angebot hat, oder die legal benötigten CO2 Zertifikate.
Wenn man also planbare Preissteigerungen möchte - was viel besser für Unternehmen, langfristige Umstellungen, und wirtschaftlich motivierte Anpassungen ist - dann ist eine planmäßig stetig steigende CO2 Steuer besser. (Außer für die fossile Industrie.)
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