Interessant, dass es den Mist auch in der Stadt gibt, dachte, das wĂ€re eher ein PhĂ€nomen vom Land. Bekommt in gröĂeren StĂ€dten wohl weniger Aufmerksamkeit, weil es immer nur einen kleinen Teil der Bevölkerung betrifft.
In meinem Dorf von 2500 Einwohnern spricht sich natĂŒrlich sofort rum, dass irgendwo ein Arschloch eingezogen ist, das allen mit stĂ€ndigen Beschwerden das Leben madig macht. Aktuell gibt es gerade 2 FĂ€lle.
- Ein netter Herr aus einer nahegelegenen GroĂstadt, der sich ein nettes WochenendhĂ€uschen "im GrĂŒnen" gegönnt hat und seitdem Alles und Jeden (Inlusive der HĂŒhner des Nachbarn), der es wagt, seine wochenendliche Ruhe zu stören, mit GestĂ€nker, Polizei und Klagen ĂŒberzieht.
- Eine nette Familie aus der gleichen GroĂstadt, die sich ein hĂ€ssliches Einfamilienhaus direkt neben dem örtlichen Kindergarten gebaut und diesen direkt nach dem Einzug wegen LĂ€rmbelĂ€stigung verklagt hat.
Das Absurde an der Sache ist, dass solche Arschlöcher zu oft auch noch Recht bekommen. Der nette Herr im Wochenendhaus hat es schon geschafft, einem Nachbarn die HĂŒhnerhaltung gerichtlich untersagen zu lassen, weil der krĂ€hende Hahn seinen Schönheitsschlaf zu sehr gestört hat. Der beklagte Nachbar wohnt ĂŒbrigens in einem der Ă€ltesten erhaltenen Bauernhöfe des Ortes, da wurde seit ca. 400 Jahren durchgehend alles Mögliche an Getier gehalten. Und bei Festen, die schon wesentlich lĂ€nger gefeiert werden, als der liebe WochenendhĂ€usler alt ist, und noch dazu eine wichtige Einnahmequelle fĂŒr die ausrichtenden Vereine darstellen (das ist also kein Kommerz, sondern der Erlös wird fĂŒr einen guten Zweck verwendet), wird Punkt 22 Uhr die Polizei gerufen.
Da wird von Querulanten und ihren Helfershelfern in Verwaltung und Justiz um der lieben Ruhe Willen systematisch Kultur und Lebensart zerstört.