Bei der SPD wird der Kontostand ab jetzt im der DNA gespeichert. Das ist mal Biometrie!

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[+] -21 points 2 years ago (2 children)

Das wäre als isoliertes Statement völlig in Ordnung, aber inzwischen ist ja so ein bisschen klar, wie das läuft: Du gibst erstmal einen fetten Teil vom Gehalt als Einkommenssteuer ab. Von dem, was übrig bleibt zahlst Du die indirekten Steuern, sobald Du etwas kaufst, tankst oder kurz nicht aufpasst. Wenn Du es trotzdem schaffst, etwas zur Seite zu legen um Deinen Kindern zumindest ein Bisschen mitgeben zu können, damit sie es leichter haben, kommt Kevin. Geil. Währenddessen zahlen die Otto-, Aldi- und Oetker-Familien ein paar Promille ihrer Portokasse an Anwälte, die ganz genau erklären, warum das jetzt keine Erbschaft ist, sofern nur ein Führungswechsel an der Spitze einer Stiftung.

  • source
  • hideshow 4 child comments
  • [–] 25 points 2 years ago (3 children)

    Keine Angst, wer von seinem Gehalt welchen Teil auch immer zur Seite legt, wird mit 99,999% Wahrscheinlich niemals in der Lage sein, ein "großes Vermögen" anzusammwlb, geschweige denn zu vererben. Man muss ja bedenken, dass der Freibetrag für selbst genutztes Wohneigentum aktuell bei 1,2 Millionen € liegt. Um das anzusammeln muss man 1200 Monate oder 100 Jahre jeden Monat 1000€ zurück legen, die man dann nicht für die eigene Altersvorsorge benötigt.

  • source
  • parent
  • hideshow 6 child comments
  • [–] 3 points 2 years ago* (1 child)

    1,2 Millionen €

    Wo kommt denn diese Zahl her? So weit ich weiĂź, gibt es fĂĽr selbst genutzte Wohnung keine Grenze. Aber der Erbe muss sofort einziehen und 10 Jahre drin wohnen bleiben. Was bei Erbengemeinschaften eher nicht passieren wird.

  • source
  • parent
  • hideshow 2 child comments
  • [–] 2 points 2 years ago

    Weiß auch nicht, wo der Betrag her kommt, aber Einschränkung wäre noch die 200m²-Regel, also dein Kind müsste das geerbte Haus erst ab dem 201. Quadratmeter versteuern.

    Bei Erbengemeinschaften ist die Steuerbefreiung natürlich schwierig, aber dafür stehen auch mehr Freibeträge zur Verfügung. Ein genanntes 1,2 Mio Euro Haus an drei Kinder wäre auch steuerfrei (andere Werte jetzt mal ignoriert).

  • source
  • parent
  • [–] 2 points 2 years ago (3 children)

    nunja... schau dir mal die Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt in den letzten Jahrzehnten an.
    Ein Häuschen, das in den 60ern in ner "besseren" Wohnlage von München errichtet wurde, das dürfte diese Schallgrenze mittlerweile locker übersteigen.
    Allerdings betrifft das einerseits immer noch nur einen winzigen Bruchteil aller Erbschaften, andererseits hat man dann ja trotz der Steuerlast ein ganzes Haus for free.

  • source
  • parent
  • hideshow 6 child comments
  • [–] 5 points 2 years ago (2 children)

    Und ich denke nicht, dass irgendjemand (inklusive der Linkspartei) diese Vermögen stärker belasten möchte. Wenn man von hohen Vermögen spricht, dann geht es nicht um einstellige Millionenbeträge...

  • source
  • parent
  • hideshow 4 child comments
  • [–] 4 points 2 years ago

    Selbst wenn: Der hat trotzdem ein Haus for free. Besteuert wird ja auch nicht die ganze Immobilie, sondern nur der Betrag, der über der Schallgrenze liegt. Das wäre dann im dümmsten Fall ein Kredit, der in lächerlich kurzer Zeit abgezahlt sein wird.

    Aber es stimmt schon: Die Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und die Kapitalertragssteuer müssen so angepaßt werden, daß die, die wirklich auf großen Vermögen sitzen, zum Gemeinwohl beitragen, und sich nicht durch Stiftungspups und andere Tricks arm rechnen können.

  • source
  • parent
  • [–] 0 points 2 years ago (1 child)

    Leider wird das nie wirklich definiert in den Debatten was den genau höhere Vermögen oder Einkommen sind

  • source
  • parent
  • hideshow 2 child comments
  • [–] 3 points 2 years ago

    Das steht meistens im Text der Debatten, dazu muss man aber leider mehr, als nur den Titel lesen ;)

    Auf die Frage nach deren Höhe sagte Kühnert, große Vermögensübergaben ab 20 Millionen Euro aufwärts würden derzeit effektiv mit unter drei Prozent besteuert, sonstige steuerpflichtige Erbschaften in der Spanne zwischen den Freibeträgen und 20 Millionen mit gut neun Prozent. Das sei "absurd", sagte Kühnert. "Je größer die Erbschaft, desto kleiner der Steuersatz. Das muss aufhören."

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-11/spd-parteitag-kevin-kuehnert-erbschaftsteuer-millionaere

  • source
  • parent
  • [–] 1 point 2 years ago (1 child)

    Verstehe deinen Kommentar nicht. Du sagst doch selbst, dass das dann nur einen Bruchteil der Gesellschaft betrifft und bei denen auch erst ab dem ersten Euro ĂĽber der Grenze.

    Was wolltest du jetzt also damit sagen?

  • source
  • parent
  • hideshow 2 child comments
  • [–] 2 points 2 years ago

    Tja.
    da hoffte ich wohl darauf daß du als lesender dir selbst Gedanken darum machst was das bedeutet im Kontrast dazu, daß jeder und seine Schwester darüber jammern, wie schlimm das doch für die Hinterbliebenen sei wenn dann der Staat die Hand aufhält.
    Einen Fick ist das schlimm, wenn exponentiell mehr Leute ĂĽber etwas jammern als selbst betroffen zu sein.
    Also wäre jetzt die zweite Frage, wem das Jammern sonst dienen soll, wenn nicht der Handvoll Betroffener die ein Haus for free kriegen und dann halt mal 20k Steuern abdrücken sollen.

  • source
  • parent
  • [–] 0 points 2 years ago (2 children)

    Allerdings betrifft das einerseits immer noch nur einen winzigen Bruchteil aller Erbschaften,

    Ein Haus vererben ist doch nicht selten, oder was meinst du?

  • source
  • parent
  • hideshow 4 child comments
  • [–] 2 points 2 years ago

    Die meisten Häuser liegen im Wert weit unter der Schallgrenze.
    Und ob derjenige, dessen Eltern tatsächlich im Speckgürtel von München abgenippelt sind, diese Erbschaft als so schlimm ansieht, darf man auch bezweifeln.

  • source
  • parent
  • [–] 24 points 2 years ago* (2 children)

    Du hast schon verstanden, was „etwas zur Seite legen, um deinen Kindern zumindest ein bisschen mitgeben zu können“ auf der einen und „hohe Vermögen“ auf der anderen Seite sind?

  • source
  • parent
  • hideshow 4 child comments
  • [–] 3 points 2 years ago

    Vielleicht war das ja zu kompliziert. Ich will es einfacher formulieren: Wenn die SPD sagt, sie wolle "Besserverdienende besteuern", kommt am Ende raus, dass es fast jeden trifft, die wirklich Reichen aber nicht. Also ist plausibel, dass es ähnlich läuft wenn die SPD sagt, sie will hohe Erbschaften besteuern.

  • source
  • parent