Merz weiß durchaus was er tut, was ich jedoch am Erschreckendsten finde, ist, dass er glaubt dem Land mit seinen Reformen tatsächlich etwas Gutes zu tun.
Das merkt man in längeren Interviews wie zuletzt dem Sommerinterview sehr deutlich. "Niemand hat so viel ertragen müssen wie ich" - der Mann fühlt sich missverstanden von der Bevölkerung und glaubt tatsächlich, dass er Deutschland in das goldene Reich des Wohlstands führt, indem er uns alle mehr schuften lässt und die Sozialleistungen streicht.
Da ist er dem Lindner auch nicht ganz unähnlich, der meinte in seiner Tätigkeit als Finanzminister auch mal, dass ihn die Leute zwar aktuell alle hassen würden, er jedoch überzeugt davon ist das Richtige zu tun und sie ihm bald alle dankbar dafür sein würden.
Vielleicht sollten wir mal ein Gesetz erlassen, das ausgeprägten Narzissten verbietet, in hohen Ämtern tätig zu sein. Realitätschecks prallen an beiden Personen einfach ab.