In Zeiten in denen ein normales Einkommen eine ganze Familie mit eigenem Haus und zwei Fahrzeugen finanzieren konnte,
Die gab es nie. Die Reallöhne sind in der Geschichte der Bundesrpublik noch nie deutlich gesunken. Mal wie letztes Jahr um ein paar Prozent, aber das waren halt immer nur Ausreißer.
Pessimistisch gesehen haben sich die Löhne seit etwa 50 Jahren kaum geändert, optimistisch gesehen verdient man jetzt pro Stunde deutlich mehr. Kommt vor allem darauf an, wie man Teilzeitarbeit betrachtet. Alleinverdiener mit Durchschnittslohn sind also nicht schlechter dran als früher. Nur war das früher eben auch nicht so einfach. Du bist vermutlich ein Opfer des "Rosy Retrospection" Phänomens.
Das mit den Doppelverdiener-Haushalten hat sich aus der Emanzipation und der verbeserten Kinderbetreuung entwickelt und ist eine deutliche Verbesserung. Es gibt zwar gute Gründe dafür, dass die Löhne eben nicht nur hätten gleichbleiben sondern steigen sollen, aber sich da jetzt eine Verarmung auszudenken macht nur unglaubwürdig.
Hier ein paar Daten.
https://www.boeckler.de/data/impuls_2018_13_2.pdf https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249537/umfrage/historische-entwicklung-von-produktivitaet-und-realloehnen-in-deutschland/