Ich wohne ja selbst auf dem Land und hab mir das sogar mal durchgerechnet. Am Ende ist diese Einstellung eine harte Milchmädchenrechnung. Im Kern sind bei einem Auto ja nur die Kfz-Steuer & Tüv eine Fixausgabe und den Rest kannst und musst du auf die gefahrenen Kilometer umlegen. Die Versicherung ist ja nach Fahrleistung gestaffelt. Verschleiß ist größtenteils auch fahrleistungsabhängig, deine Reifen etwa gehen zwar sicherlich irgendwann auch kaputt, wenn die Karre nur rumsteht, aber wenn du fährst, gehen sie schneller kaputt. Wartungsintervalle hast du meistens auch auf Kilometerbasis und der Restwert/verbleibende Nutzungsdauer deines Autos schwindet mit zunehmender Kilometerzahl. Wenn man es umdreht, wird es plötzlich logisch: Hast du ein Auto mit 50.000km auf dem Tacho, das du für 25.000€ gekauft hast und das bei 200.000km die Grätsche macht und fährst 50.000km pro Jahr, dann kannst du es noch 3 Jahre nutzen. Das hat dich dann 25.000€/3 = 8333€ pro Jahr gekostet. Fährst du nur 25.000km pro Jahr, kannst du es 6 Jahre nutzen für 4166€ pro Jahr. Im ersten Fall musst du halt 8333€ pro Jahr zurücklegen, um dir irgendwann ein neues zu kaufen, im zweiten Fall 4166€. Und es ist irgendwie logisch, dass du durch deine 30km Fahrt in die Stadt dann halt auch genau das einrechnen musst.
Diese Idee, dass ein Auto, das da ist, dann durch die Nutzung eben keine kilometerbasierten Kosten jenseits des Benzins verursacht, ist ein absolut gefährlicher Gehirnwurm.