Wie du aus dem, was ich geschrieben habe, Autohass herausliest, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich habe von Sicherheit und Kosten geredet und da schneidet das Auto nunmal objektiv sehr, sehr schlecht ab. Ich habe außerdem von Verantwortung geredet und davon, dass der gesellschaftliche Diskurs völlig verdreht ist und selbst die derzeitige Gestaltung der Rechtslage diesen Tatsachen überhaupt nicht gerecht wird.
Trotzdem muss ich zugeben, dass du auch recht hast. Ich hasse in der Tat Autos, weil sie konsequent das Leben für alle schlechter machen und außerdem Externalisierungsmaschinen sind: Haus mit Garten für mich, Lärm, Schmutz, Lebensgefahr und hohe Mieten für dich. Die Menschen, die sich im Einfamilienhaus in der Pampas verbarrikadieren und mit ihrer Siedlung die Landschaft zerstören, würden aber in einer richtig geplanten Stadt auch viel mehr Spaß am Leben haben.
Du hast auch recht damit, dass du auf dem Land absolut keine Wahl hast, Auto zu fahren. Du hast aber die Wahl, nicht auf dem Land zu wohnen. Ich finde es wegen der ökologischen, ökonomischen und sozialen, sowie politischen Kosten, die es der Gesellschaft auch unabhängig vom Auto aufbürdet, ohnehin hart asozial auf dem Land zu leben. Dass die Landbevölkerung nicht mehr mit dem Auto in die Stadt kommen darf, ist jawohl das allermindeste! Das ist so selbstverständlich, dass die Landbevölkerung eigentlich von sich aus dafür einstehen sollte. Aber Autofahrer sind eben von Natur aus verantwortungslos.