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Meuchelpuffer - Memetrend erklärt
Innerhalb der letzten Wochen ist eventuell den aktiven ich_iel-Besuchern das ein oder andere Meme im Feed untergekommen, welches etwas von einem „Meuchelpuffer“ erzählt hat. Doch was ist das eigentlich, woher kommt das und warum hat sich ich_iel so sehr darin verliebt? Diese Fragen versuchen wir heute zu klären. Auf ich_iel angefangen hat dieser Trend am 04.07.2026, eingeleitet mit einem Meme vom Nutzer Triplef@feddit.org. Auf diesem Meme sind ein Ausschnitt eines Wikipedia-Eintrags und eine Bildbearbeitung des Albumcovers von „Eine Hand bricht die andere“, einem Album der Hip-Hop-Gruppe Waving the Guns. In diesem Bild wurde der Name der Gruppe durch „wedeln die Meuchelpuffer“ ersetzt. Daraus lässt sich schließen: „Meuchelpuffer“ soll wohl für Pistole stehen. Aber warum? Unsere investigativen Zeitreisereporter fanden die Wurzel bei Philipp von Zesen (* 1619, †1689), einem Dichter und einem der ersten Berufsschriftsteller. Dieser sah sich selbst als einen Sprachpuristen, jemand, der die deutsche Sprache vor äußeren Einflüssen reinhalten möchte. Deshalb erfand er zahlreiche Eindeutschungen. Darunter haben sich auch einige durchgesetzt und sind uns heute vollkommen normal bekannt wie „Bücherei“ statt „Bibliothek“, „Verfasser“ statt „Autor“ oder „Tagebuch“ statt „Journal“. Jedoch haben sich auch einige nicht durchgesetzt, darunter auch das „Meuchelpuffer“ für Pistole. Zusammengesetzt aus „Meucheln“, was so viel heißt wie „heimlich ermorden“, und „Puffer“, was eine damalige Bezeichnung für „Kallen“ war. Ein heimlicher Mordknaller also. Für den aktiven Ich_iel-Veteranen hat sich durch diese Hintergründe vermutlich bereits geklärt, warum dies so schnell an Beliebtheit gewann in dieser Community. Doch einmal für Außenstehende erklärt: Auf ich_iel gibt es seit Jahren ein Dauermeme, was mittlerweile schon fast ich_iel Tradition genannt werden könnte, das sogenannte Zangendeutsch. Dies gab es bereits in der alten Heimat, im rückständigen Reddit ich_iel. Zangendeutsch ist, wenn man zwanghaft sämtliche englische Worte, wortwörtlich ins Deutsche überträgt, ohne auf sinngemäße Übersetzung zu achten. Daraus entstehen Kuriositäten wie „Ventilatorverein“ für „Fanclub“ oder „Zuhausis“ für „Homies“. Philipp von Zesen würde sich also vermutlich heute unter den ich_iel‑Anhängern mehr als wohlfühlen, sie leben ganz in seiner Tradition.
Tesseract ist fort, was nutz ich nun?
Wie bereits in der letzten Ausgabe von LinksSock Nachrichten im Artikel „Tesseract Drama!“ erwähnt hat sich Feddit.org und viele weitere Instanzen dazu entschieden Tesseract offline zu nehmen. Auf die Gründe gehe ich an dieser Stelle nicht erneut ein. Der aktive Tesseract Nutzer fragt sich nun vermutlich, was er stattdessen nutzen sollte? Als Hilfestellung stelle ich heute Photon vor:
Die Ursprünge Tesseracts. Tatsächlich entsprang Tesseract einer Fork von Photon und basiert daher darauf. Daher erinnert Photons Erfahrung stark an jene, die man auch aus Tesseract gewohnt ist. Es ist aber wesentlich sauberer und minimalistischer. Ich habe selbst vorher Tesseract benutzt und nutze nun seit wenigen Tagen Photon. Anfänglich empfand ich es als komisch, doch langsam habe ich mich tatsächlich bereits daran gewöhnt. Einen großen Verlust an Features spüre ich nicht. Eventuell habe ich weggefallene Features aber auch einfach nicht benutzt. So wie ich aber zunächst sehe, kann Photon so ziemlich dasselbe wie Tesseract auch. Die Moderationsfunktionen erscheinen mir vollständig und brauchbar. Eine Sache, die mir positiv aufgefallen ist: Man kann auf Photon seine Posts editieren, ohne auf einmal eine Sprache festlegen zu müssen. Bei Tesseract gab es da bei der Editierung immer einen Fehler, obwohl man ohne Sprachangabe posten konnte. Ein kleiner Nachteil, der mir nicht gefallen hat: Es gibt bei der Posterstellung keinen Knopf für eine Gesamtpreview des Posts. Des Weiteren war positiv, dass man auf Photon gleich mehrere Bilder gleichzeitig posten kann. Bei Tesseract musste ich immer für jedes einzelne Bild die Maske neu öffnen. Das ist gerade, wenn man viel auf einmal postet, nervige Arbeit gewesen. Ich kann nur jedem empfehlen, Photon mal eine Chance zu geben.
FĂĽr feddit.org-Nutzer unter p.feddit.org erreichbar.
The Button - Lemmy Event
Seit dem 24.07. lief „The Button“, ein Community-Event, gehostet von lemmy.zip. Bereits in der vierten Staffel hielt es weiterhin große Beliebtheit. Doch worum ging es bei diesem Event? Die Community-Beschreibung sagt, es sei ein „soziales Experiment“, mit dem Ziel, einen Knopf zu drücken. Kaum aufschlussreich. Unsere Interviewanfrage wurde vom Admin ignoriert. Stattdessen hat mir die Event-Teilnehmerin DmMacniel@feddit.org Fragen beantwortet, danke dafür! The Button ist inspiriert von einem Event, welches es bereits im rückständigen Reddit gab. Das Grundprinzip wurde übernommen, aber seitdem um einige Funktionen erweitert. Es startet mit einem 15-Minuten-Countdown. Bei Ablauf, endet das Spiel. Durch Druck des Knopfes resetet sich der Countdown. Wo man auf Reddit einmalig den Knopf drücken durfte, bekommen wir im fortschrittlichen Lemmy alle 24h neue Klicks. Außerdem gab es vier Fraktionen, bei denen beim ersten Einloggen auszuwählen war, welcher man beitritt. Die Fraktionen wechseln jede Staffel ihr Thema. Die vergangene Staffel folgte einem Star-Wars-Thema, dieses Mal drehte sich alles um die See. Daher passende Fraktionsnamen: „Squid Squad“, „Guppy Gang“, „Puffer Pals“ und „Crab Crew“. Des Weiteren konnte man angeln, wobei es Fische oder Schrott gab. Schrott klingt nutzlos, doch unsere fortschrittliche Nation Lemmy schreibt Umweltschutz groß und recycelt. Daher ließ sich aus bestimmten Schrottteilen ein Boot bauen, um auf hoher See noch besser zu angeln. Fisch konnte man für Gold verkaufen, welches man anschließend im Ingame-Shop für den Erwerb von Harpunen gebrauchen konnte. Denn zwischenzeitlich oder durch Beschwörung erschienen Seemonster. Dagen musste jeder mit seiner Harpune schießen, um es zu bezwingen. Schaffte man dies nicht, verlor der Knopf Leben! Noch eine Neuerung! Der Knopf besaß eine Lebensanzeige, die bedingt, wie viel der Countdown noch zurückgesetzt wird. Stand sie auf der Hälfte, wurde nur die Hälfte der Zeit regeneriert. Über das Ziel des Spieles war man sich uneinig. Es gab Konservative, welche den Knopf längstmöglich am Leben halten wollten. Treu dem Ursprungssinnes. Aber auch Vordenkerinnen wie Kriegsoffizierin macniel@feddit.org, welche die kompetitiven neuen Fraktionen nutzen wollte. Denn als letzte Fraktion, die den Knopf drückte, konnte man bei Countdownablauf seine Stellung im Leaderboard bewahren und „gewinnen“. Daher gab es so auch Pläne, einen Countdownablauf zu provozieren. Das Event fand heute sein Ende. Gewonnen hat die „Crab Crew“. Der Knopf wurde 8749 Mal gedrückt und der letzte Knopfdruck kam von micromot@piefed.social. Der Knopf lebte 60 Stunden und 42 Minuten.