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Phew

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    Grafiker Michel ist alltagsmüde. Um seiner Routine zu entfliehen, bestellt sich der passionierte Flugzeug-Fan kurzerhand ein Kajak. Seine Frau Rachelle setzt ihn an einem Fluss aus und Michel eröffnet sich eine neue Welt jenseits des monotonen Alltagslebens... - Eine charmante Antistress-Komödie (2014) über Liebe, Muße und die befreiende Kraft des Paddelns.

    Stillstehen (Drama, 2021) (www.filmfriend.de)
     

    Julie (Natalia Belitski) lebt nur nach ihrem eigenen Grundsatz: Nichts tun.

    Und mit NICHTS meint sie NICHTS: Sie studiert nicht, arbeitet nicht, sie hat keine Freunde. Sie will einfach nur stillstehen. Um sich dem „normalen“ Leben zu entziehen, lässt sich Julie regelmäßig in ihre psychiatrische Wunschklinik einweisen. Hier kennt man sie, hier weiß man, wie sie tickt. Dass Julie ohne Gummihandschuhe nicht aus dem Haus geht, oder notfalls auch mal ein Lama aus dem Zoo auf einen Rave entführt, wundert niemanden mehr. Man lässt sie in Ruhe. Das ändert sich schlagartig, als sie erfährt, dass ihr Erbe aufgebraucht ist und Agnes (Luisa-Céline Gaffron) in ihr Leben tritt: eine vermeintlich naive Krankenschwester und ihre neue Betreuerin, die stets bemüht ist, alles richtig zu machen.

    Julie erkennt schnell, dass ihr bisheriges perfektes Nichtstun auf der Kippe steht.

    Sie fasst einen folgenschweren Entschluss: Um weiterhin stillstehen zu können, muss sie sich bewegen.

    Überforderung, Widerstand und das Ringen um Selbstbestimmung – Regisseurin Elisa Mishto lässt hier zwei ungleiche Frauen, die eine rebellisch, die andere pflichtbewusst, mit viel surrealer Situationskomik aufeinanderprallen. Herausgekommen ist eine eigenwillige psychologische Tragikomödie, die sich gegen die Logik des ständigen Funktionierens aufbäumt. Neben den beeindruckenden Hauptdarstellerinnen lässt auch der „Nebencast“ aufmerken: Katharina Schüttler, Martin Wuttke und Jürgen Vogel überraschen in klein, aber fein nuancierten Rollen.

    Megalomanie (www.dwds.de)
     

    DWDS-Artikel des Tages am 04.03.2026
    Sind die Augen der Weltöffentlichkeit auf einen gerichtet, kann ein einziger Satz genügen, eine große Kontroverse auszulösen. Ein Beispiel ist eine Bemerkung, die John Lennon im März 1966 in einem Interview mit dem London Evening Standard machte: „We’re more popular than Jesus now.“ Isoliert gelesen klingt das nach Größenwahn. Tatsächlich äußerte Lennon den Satz im Rahmen einer Reflexion über den Bedeutungsverlust des Christentums in Großbritannien und den überwältigenden Erfolg der Beatles. Ein gewagter Vergleich, ja. In Großbritannien blieb das Interview jedoch weitgehend ohne Resonanz. Erst als ein US-Magazin das Zitat im Juli 1966 prominent abdruckte, folgten vor allem im amerikanischen Süden heftige Reaktionen: Radiosender boykottierten Beatles-Songs, es kam zu Protesten und öffentlichen Schallplattenverbrennungen, selbst der Ku-Klux-Klan trat in Erscheinung. Die Affäre überschattete die dritte und letzte US-Tournee der Band im August 1966.

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